Nach der Insolvenz der V-Locker AG erhält die digitale Plattform eine neue Perspektive. Die VeloGrid AG übernimmt die Software und führt den Service für die bestehenden Fahrradparkanlagen weiter. Eine geplante Wartung am 27. Oktober bereitet den nächsten Schritt der Umstellung vor.
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Die nach der Insolvenz der V-Locker AG begonnene schrittweise Wiederinbetriebnahme beziehungsweise Fortführung des Betriebs der digitalen Plattform und der Fahrradparktürme wird unter neuem Namen fortgesetzt. Die VeloGrid AG übernimmt die Softwareplattform und führt den digitalen Service für die bestehenden Fahrradparkanlagen weiter. Die Plattform wird schrittweise von V-Locker auf VeloGrid umgestellt. Hinter dem Projekt steht unter anderem der ehemalige COO der V-Locker AG, Eduardo de Magalhaes.

Für bisherige Nutzer sollen die wesentlichen Funktionen erhalten bleiben. Bestehende Konten, Buchungen und Abonnements bleiben laut einer aktuellen Meldung bestehen. Auch das bisherige Passwort sowie die Anmeldung über Apple oder Google können weiterhin verwendet werden. Je nach Verlauf der Umstellung kann allerdings eine erneute Anmeldung erforderlich sein.

Wartung am 27. Oktober

Für Dienstag, den 27. Oktober 2026, ist zwischen 11 und 14 Uhr Schweizer Ortszeit eine Wartung geplant. Während dieses Zeitraums sind die Anlagen weder über die bisherige App noch über die Web-App bedienbar. Neue Buchungen und Zahlungen sind ebenso wenig möglich wie das Öffnen und Schließen der Fahrradfächer.

Wer sein Fahrrad während dieser Zeit benötigt, muss es daher vor 11 Uhr abholen. Andernfalls bleibt es im verschlossenen Fach, bis der Zugriff nach Abschluss der Wartung wieder möglich ist. Sollte sich die Wartung verlängern, will VeloGrid auf der Informationsseite sowie per Push-Mitteilung und E-Mail darüber informieren.

Nach der Wartung können Nutzer die bisherige V-Locker-App beziehungsweise die Web-App unter live.v-locker.ch weiterverwenden. Beim ersten Öffnen müssen sie gegebenenfalls die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutzerklärung der VeloGrid AG bestätigen. Ohne diese Zustimmung sind keine neuen Buchungen möglich. Das Abholen des Fahrrads und das Beenden einer laufenden Buchung sollen dagegen weiterhin möglich sein.

Neue Rechnungen und Zahlungsdaten über VeloGrid

Mit dem Wechsel ändern sich auch die Zahlungsabläufe. Künftige Zahlungen und Rechnungen laufen über die VeloGrid AG. Bei der nächsten Zahlung müssen Nutzer ihre Zahlungsdaten erneut eingeben; eine vorherige Hinterlegung ist nicht erforderlich. Frühere Rechnungen werden nach der Umstellung nicht mehr in der Plattform verfügbar sein. Neue Rechnungen stellt VeloGrid aus.

Neue Apps folgen später

Die technische Umstellung erfolgt in mehreren Etappen. Zunächst wird die Plattform auf den neuen Betreiber umgestellt. Anschließend sollen neue Apps für iPhone und Android sowie eine neue Web-App folgen. Bis dahin ist kein Download erforderlich. Die bisherigen Anwendungen bleiben zunächst der Zugang zum Service. Über den notwendigen Wechsel und die neuen Downloadmöglichkeiten will VeloGrid rechtzeitig informieren.

Mit der Übernahme der Softwareplattform wird der digitale Betrieb der Fahrradparkanlagen somit unter neuer Verantwortung fortgeführt. Die anstehende Wartung ist ein weiterer Schritt in diesem Übergang, der für die bisherigen Nutzer vor allem Änderungen bei Anmeldung, Nutzungsbedingungen und Zahlungsabwicklung mit sich bringt.