Trotz hoher Verbreitung von E-Bikes herrscht in vielen Bereichen Unsicherheit, von Verkehrsregeln über Versicherung bis hin zum sicheren Umgang mit dem Akku
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Mit der steigenden Verbreitung von E-Bikes wächst das Wissen der Nutzerinnen und Nutzer offenbar nicht im gleichen Tempo. Das zeigt eine europaweite Studie mit 4.041 Befragten aus neun Ländern. Zwar schneidet die DACH-Region beim Wissen über E-Bike-Regeln im europäischen Vergleich besser ab, dennoch bestehen in zentralen Bereichen weiterhin deutliche Informationslücken.

Besonders auffällig ist die verbreitete Fehlannahme rund um die zulässige Höchstgeschwindigkeit. In Deutschland, Österreich und der Schweiz nannten 70 Prozent der Befragten 25 km/h als Tempolimit für E-Bikes. Tatsächlich existiert jedoch kein allgemeines Tempolimit, die 25 km/h beziehen sich auf die gesetzliche Grenze der Motorunterstützung bei Pedelecs und werden häufig mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung verwechselt.

Bild: Diamant

Ein weiteres zentrales Ergebnis betrifft den Umgang mit E-Bike-Akkus. In der DACH-Region fühlen sich 44 Prozent der Befragten beim Laden, Lagern oder Transport von Akkus nicht ausreichend sicher. Zwar ist vielen bekannt, dass Akkus nicht über den Hausmüll entsorgt werden dürfen, im praktischen Alltag bestehen jedoch weiterhin Unsicherheiten über den richtigen Umgang.

Auch bei rechtlichen Fragen offenbart die Untersuchung Wissensdefizite. Ein Viertel der Befragten geht irrtümlich davon aus, dass für klassische Pedelecs eine gesetzliche Helmpflicht besteht. Unsicherheiten zeigen sich außerdem bei der Nutzung von Straßen und Radwegen. Selbst in traditionellen Fahrradnationen bestehen hier Missverständnisse: In den Niederlanden etwa nennen 55 Prozent der Befragten die Straße nicht als erlaubten Bereich für E-Bikes.

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Beim Thema Versicherung zeigt sich ebenfalls Aufklärungsbedarf. In der DACH-Region wissen 30 Prozent der Befragten nicht genau, wie ihr E-Bike oder Pedelec versichert ist. In Dänemark liegt dieser Wert sogar bei 76 Prozent.

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Die Studie macht zudem deutlich, welche Maßnahmen sich Nutzerinnen und Nutzer für mehr Sicherheit wünschen. 36 Prozent sehen den Ausbau der Radinfrastruktur als wichtigste Verbesserung.

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Noch häufiger werden jedoch kurzfristig umsetzbare Maßnahmen genannt: Insgesamt 64 Prozent der Nennungen entfallen auf verständlichere Sicherheitsinformationen, bessere Beschilderung, Wartungsangebote oder Fahrtrainings. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Infrastruktur und gezielte Aufklärung aus Sicht der Befragten einander ergänzen.

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Beim Informationsverhalten vor dem Kauf spielen klassische Informationsquellen weiterhin die größte Rolle. In der DACH-Region informieren sich 58 Prozent auf Hersteller-Websites, 54 Prozent setzen auf die Beratung im stationären Fachhandel. Soziale Medien werden dagegen lediglich von 7,4 Prozent als wichtigste Informationsquelle genannt.

Für die Untersuchung wurden zwischen Februar und April 2026 insgesamt 4.041 Personen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Schweden, Großbritannien, Italien, Dänemark, Frankreich und den Niederlanden befragt. Im DACH-Raum nahmen 2.204 Radfahrende an einer Online-Befragung teil, während die Erhebung in den übrigen Ländern repräsentativ durch ein Marktforschungsinstitut durchgeführt wurde.

Mehr Details unter: www.diamantrad.com/de.

Quelle: PM Diamant
Bilder: Diamant