Mit einer neuen Bikepacking-Kollektion erweitert der deutsche Taschen- und Protektorspezialist EVOC sein Sortiment um ein vollständig modular aufgebautes Taschensystem. Im Mittelpunkt steht ein herstellerübergreifend eher ungewöhnlicher Ansatz: Sämtliche Taschen der Serie nutzen dieselben Gurte und Befestigungspunkte und lassen sich dadurch flexibel miteinander kombinieren.
Die neue Kollektion wurde gemeinsam mit der Transcontinental-Race-Siegerin Jana Kesenheimer entwickelt und richtet sich sowohl an ambitionierte Bikepacking-Racer als auch an Tourenfahrer und Pendler.
Entsprechend teilt EVOC das Sortiment in die beiden Produktlinien „Ultra“ und „Explorer“ auf. Während die Ultra-Modelle konsequent auf geringes Gewicht und Renneinsatz ausgelegt sind, bieten die Explorer-Produkte zusätzliche Ausstattungsmerkmale für längere Reisen und den täglichen Einsatz.
Ein zentrales Merkmal der neuen Serie ist die Verwendung wasserdichter und PFAS-freier Materialien. Die Befestigung erfolgt über ein einheitliches Gurtsystem mit verschiedenen Längen, das laut Hersteller an nahezu allen gängigen Fahrradrahmen eingesetzt werden kann. TPU-Elemente an den Verschlüssen sollen dabei den Lack vor Beschädigungen schützen.
Lenker-Taschen (Handlebar Packs)
Die Lenker-Taschen sind bei EVOC vor allem auf schnelle Zugänglichkeit und variable Nutzung ausgelegt.
Die 5L-Version wirkt wie ein klassischer Bikepacking-„Frontloader“, aber moderner gelöst: Durch das BOA-Drehverschlusssystem und die werkzeugfreie Montage sitzt die Tasche sehr fest am Lenker, ohne dass man ein zusätzliches schweres Montagesystem braucht. Praktisch ist vor allem die Seitenöffnung im Rolltop-Stil dadurch kannst du sperrige Dinge wie Schlafsack oder Kleidung wirklich stopfen statt sauber zu packen.
Das elastische Außenband ist fast so etwas wie ein „Schnellzugriff-System“: Regenjacke rein, Snacks raus, ohne die Tasche öffnen zu müssen.
Die kleine 1.5L-Version ist dagegen eher ein permanenter Begleiter. Sie bleibt am Rad, auch wenn die große Tasche vielleicht runterkommt. Sie ist wasserdicht und so kompakt, dass sie eher wie eine Erweiterung des Cockpits wirkt ideal für Handy, Riegel, Handschuhe oder Dinge, die man ständig greift.
Oberrohr-Taschen (Top Tube Packs)
Diese Taschen sind im Alltag oft die „Nervenzentrale“ des Bikes. Sie sind so gebaut, dass du sie einhändig öffnen kannst wichtig, wenn du während der Fahrt zugreifst. Innen sorgen Mesh-Fächer dafür, dass Kleinkram nicht herumfliegt, sondern sortiert bleibt (z. B. Gels, Schlüssel, Ersatzbatterien).
Ein cleveres Detail ist der Kabeldurchlass: Du kannst z. B. ein Navi oder Smartphone laden, während es oben auf dem Oberrohr befestigt ist. Dadurch wird die Tasche auch zur Art „Energie-Hub“ für deine Elektronik.
Die größere 2L-Version ist aerodynamisch geformt, damit sie nicht unnötig Luftwiderstand erzeugt das ist besonders bei Gravel-Setups spürbar, wenn man lange Strecken fährt.
Rahmentaschen (Frame Packs)
Die Frame Packs sind das klassische „Volumen-Zentrum“ im Dreieck des Rahmens. Hier geht es weniger um schnellen Zugriff, sondern um effiziente Raumnutzung. Die große Hauptkammer ist unterteilt, damit nichts durcheinanderfällt z. B. Werkzeug auf der einen Seite, Kleidung oder Essen auf der anderen
Die seitlichen Taschen sind ein wichtiger Punkt: Sie ermöglichen Zugriff auf Dinge, ohne die Hauptkammer zu öffnen. Das ist im Bikepacking entscheidend, weil man oft nicht komplett auspacken will.
Wichtig: Die Form ist so optimiert, dass oft noch zwei Trinkflaschen im Rahmen Platz haben ein typisches Problem bei Bikepacking wird damit elegant gelöst.
Multi Packs
Die Multi Packs sind die flexibelsten Taschen im System. Sie können fast überall am Rahmen montiert werden: unter dem Oberrohr, am Sitzrohr oder sogar am Unterrohr. Dadurch sind sie eher „Lückenfüller“, aber extrem praktisch für kleine, schwere oder selten benötigte Gegenstände.
Man kann sie sich wie modulare Zusatzboxen vorstellen: Werkzeug, Ersatzteile oder Snacks Dinge, die man nicht ständig braucht, aber dabei haben muss.
Satteltaschen (Seat Packs)
Das Hauptproblem großer Satteltaschen ist das sogenannte „Bag Wag“ (seitliches Schwingen). EVOC löst das durch eine Kombination aus einer festen Wedge-Halterung am Sattelrohr und straffen Gurten unter dem Sattel. Dadurch wird die Tasche regelrecht „eingeklemmt“, und je mehr Gewicht drin ist, desto stabiler sitzt sie sogar.
Die Ultra-Version ist leichter und minimalistischer eher für Rennen oder schnelle Bikepacking-Touren. Die BOA-Version ist komfortabler im Alltag, leichter zu packen und besser zu justieren.
Das Besondere: Selbst große Volumen (bis 15L) bleiben durch die verstärkten Seiten stabil und verlieren nicht ihre Form.
Kleine Satteltaschen (Seat Bags Tour & Ultra)
Das sind die minimalistischen Varianten. Sie sind eher für Reparatursets, Schlauch, Multitool oder kleine Essentials gedacht. Der Fokus liegt hier auf Robustheit: wasserdichtes Material, abriebfeste Verstärkungen und kompakte Bauweise.
Zubehör-Taschen (Accessory Pouches)
Diese sind die „Spaß- und Komfort-Module“. Die Stem-Bag („Burrito Bag“) ist z. B. genau das, was der Name andeutet: eine isolierte Tasche für Snacks oder Getränke direkt am Lenker. 
Die Unterrohr-Tasche ist dagegen eher technisch: Werkzeug, Ersatzschlauch, CO₂ alles, was man nicht verliert oder oft braucht, aber sicher verstaut sein soll. Durch den Rolltop bleibt sie auch bei Matsch und Regen zuverlässig dicht.
Panniers (Front & Rear)
Die klassischen Gepäckträgertaschen sind die „Reise- und Alltagslösung“. Vorne eher klein und leicht, hinten groß und funktional. Besonders die 25L Rear Pannier ist wie ein Hybrid aus Bike-Tasche und Büro-/Reisetasche: Laptopfach, Innenfächer, abnehmbarer Schultergurt.
Das KlickFix-System macht sie dabei sehr schnell abnehmbar ideal, wenn man vom Rad direkt ins Café, Büro oder Hotel geht.
Mehr Informationen unter: www.evocsports.com/de.






















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