Ab dem 1. Mai beginnt erneut die bundesweite Kampagne Stadtradeln, bei der Kommunen ihre Bürger:innen dazu aufrufen, für 21 Tage möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Seit mehr als 15 Jahren ist die Aktion ein fester Bestandteil der kommunalen Radverkehrsförderung und findet mittlerweile in über 3.000 Städten und Gemeinden statt mit wachsender Beteiligung.
Im Aktionszeitraum zwischen Mai und September treten Teams aus Freundeskreisen, Unternehmen, Schulen oder Vereinen gegeneinander an und sammeln Kilometer. Der spielerische Wettbewerbsgedanke verwandelt individuelles Radfahren in eine gemeinschaftliche Aktivität und soll insbesondere auch bislang weniger aktive Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad motivieren.
Mehr als nur ein Wettbewerb
Neben dem Klimaschutzgedanken zielt die Kampagne vor allem auf eine nachhaltige Veränderung des Mobilitätsverhaltens ab. Wer während der drei Aktionswochen regelmäßig aufs Fahrrad steigt, integriert diese Form der Fortbewegung häufig auch langfristig in den Alltag. Gleichzeitig rückt das Thema Radverkehr stärker in den Fokus der lokalen Öffentlichkeit und Politik.
Daten und Rückmeldungen für bessere Radwege
Ein zentraler Mehrwert von Stadtradeln liegt in der direkten Rückkopplung an die Kommunen. Über die Meldeplattform „RADar!“ können Teilnehmende auf infrastrukturelle Mängel wie Schlaglöcher, unklare Verkehrsführungen oder abrupt endende Radwege hinweisen. Die Hinweise werden digital erfasst und sind für Verwaltung und Öffentlichkeit transparent einsehbar.
Ergänzend liefert die Stadtradeln-App wertvolle Bewegungsdaten: Die anonymisiert erfassten Fahrten werden wissenschaftlich ausgewertet, unter anderem durch die Technische Universität Dresden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse etwa zu Verkehrsfluss, Geschwindigkeit oder häufig genutzten Strecken ermöglichen eine datenbasierte Weiterentwicklung der Radinfrastruktur.
Impuls für lebenswertere Städte
Damit fungiert Stadtradeln nicht nur als Motivationskampagne, sondern auch als Instrument moderner Verkehrsplanung. Die Kombination aus Bürgerbeteiligung, Datenerhebung und öffentlicher Aufmerksamkeit kann langfristig dazu beitragen, Städte fahrradfreundlicher zu gestalten und damit lebenswerter für alle Verkehrsteilnehmenden.
Mehr Details unter: www.stadtradeln.de.






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