Mit dem Start in die eBike-Saison erweitert Bosch eBike Systems sein smartes System um neue Funktionen und Hardware. Im Mittelpunkt des Updates 1.34 für die eBike Flow App stehen erweiterte Analyse- und Navigationsmöglichkeiten sowie eine neue Halterung, die das Smartphone im Hochformat als Display nutzbar macht.
„Trick Check“: Fahrtechnik wird messbar
Mit der neuen Funktion „Trick Check“ richtet sich Bosch gezielt an sportlich orientierte eMountainbiker. Sprünge, Wheelies, Manuals oder Stoppies werden automatisch erkannt und mit Parametern wie Höhe, Dauer, Distanz oder Winkel erfasst. Akustische Signale bestätigen erkannte Aktionen während der Fahrt, anschließend lassen sich die Daten in der App auswerten.
Die Funktion ist mit ausgewählten Antriebseinheiten und Displays kompatibel und erweitert die digitale Auswertung erstmals um fahrtechnische Aspekte – ein Bereich, der bislang eher spezialisierten Apps oder Actioncams vorbehalten war.
Herzfrequenzdaten jetzt auch in der Auswertung
Neben den Skills rückt auch das Training stärker in den Fokus. Bereits bekannte Live-Herzfrequenzdaten werden nun dauerhaft in der App gespeichert. Nutzer können nach der Fahrt Durchschnittswerte und detaillierte Verläufe analysieren, was insbesondere für ambitionierte Fahrer eine präzisere Trainingssteuerung ermöglicht.
Schnellere Navigation durch Favoriten
Auch im Alltag bringt das Update praktische Verbesserungen. Häufig genutzte Ziele lassen sich als Favoriten speichern und direkt über das Schnellmenü oder kompatible Displays abrufen. Das reduziert den Aufwand bei der Routenplanung und beschleunigt den Start der Navigation spürbar.
SmartphoneGrip Vertical: Mehr Übersicht im Hochformat
Mit dem neuen SmartphoneGrip Vertical erweitert Bosch die Display-Optionen im smarten System. Das Smartphone wird dabei im Hochformat befestigt und dient als zentrales Anzeigeelement. Besonders bei der Navigation bietet das größere Sichtfeld entlang der Strecke Vorteile.
Die Halterung ermöglicht induktives Laden oder Versorgung per USB-C während der Fahrt und ist mit bestehenden Display-Halterungen kompatibel. Die Montage kann flexibel am Cockpit erfolgen, während Klemmen und Gummierung für sicheren Halt und Schutz sorgen sollen.
eShift erweitert: Sanfter schalten mit Gearsensor
Auch beim Thema Schalten gibt es Neuerungen: Das eShift-Portfolio wird um Lösungen für mechanische Naben- und Kettenschaltungen mit Gearsensor erweitert (wir hatten davon bereits im vergangenen Jahr berichtet).
Dabei wird die Motorunterstützung beim Schaltvorgang kurz reduziert, was den Gangwechsel spürbar weicher machen und den Verschleiß minimieren soll. Optional unterstützen Schaltempfehlungen auf dem Display den Fahrer zusätzlich.
Fazit
Mit dem Update 1.34 baut Bosch sein smartes System konsequent in Richtung eines umfassenden digitalen Ökosystems aus. Besonders die Integration von Herzfrequenzdaten und die Favoritenfunktion bieten einen klaren praktischen Mehrwert, sowohl für sportliche als auch für alltägliche Einsätze. Auch der SmartphoneGrip Vertical wirkt durchdacht und dürfte vor allem Navigationsnutzern entgegenkommen, die mit der bisherigen horizontalen Lösung fremdeln. „Trick Check“ hingegen ist ein interessanter, aber nicht unumstrittener Ansatz. Die automatische Erkennung von Fahrmanövern bringt zwar etwas Gamification ins eMountainbiking und kann motivierend wirken, der tatsächliche Nutzen für die gezielte Fahrtechnik-Verbesserung dürfte jedoch stark von der Präzision der Sensorik und der Auswertung abhängen. Zudem stellt sich die Frage, wie relevant solche Daten für die breite Nutzerschaft sind, oder ob es sich eher um ein Feature mit hohem Spaßfaktor, aber begrenztem praktischen Mehrwert handelt. Insgesamt zeigt sich: Bosch setzt verstärkt auf Digitalisierung, Differenzierung und Nutzerbindung. Wie gut die neuen Funktionen im Alltag überzeugen, wird sich vor allem in der Praxis zeigen.
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Alle weiteren Details findet man jetzt auch auf der Bosch eBike Systems-Website.










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