Mit dem neuen Lemmo One „Collab.Ride“ präsentiert der Hersteller eine weiterentwickelte Version seines urbanen E-Bikes, die den Fokus klar auf die Integration von Software, Sensorik und Antrieb legt. Im Zentrum steht dabei die Idee eines engeren Zusammenspiels zwischen Mensch und Maschine: Das E-Bike soll nicht mehr nur reagieren, sondern aktiv unterstützen und sich dynamisch an den Fahrstil anpassen.
Elektronische Vollintegration als Basis
Kern der Neuentwicklung ist die sogenannte Fully Electrified AI-Centric Vehicle Architecture (FEAVA). Dahinter verbirgt sich eine vollständig vernetzte Systemarchitektur, bei der sämtliche elektronischen Komponenten – von Motorsteuerung über Beleuchtung bis hin zu GPS-Tracking und Diebstahlschutz – miteinander verbunden sind. Auch neue Hardware-Elemente wie ein überarbeiteter Dual-Mode-Nabenantrieb, ein integrierter Leistungsmesser sowie eine elektronische Schaltung sind Teil dieses Systems.
Die Steuerung erfolgt über eine zentrale Recheneinheit im Display. Ergänzt wird das Konzept durch Over-the-Air-Updates, über die Funktionen und Leistungsmerkmale im laufenden Betrieb erweitert werden können.
Fahrmodi mit automatisierter Anpassung
Ein zentrales Element des „Collab.Ride“-Ansatzes sind verschiedene Fahrmodi, die mehrere Systemkomponenten koordinieren. Bereits angekündigt sind unter anderem:
- Fitness Mode: Automatische Anpassung von Unterstützung und Schaltvorgängen zur Erreichung definierter Kalorienziele
- Cardio Mode (geplant): Steuerung der Unterstützung anhand einer Ziel-Herzfrequenz
- Guardian Mode: Mehrstufiges Sicherheitssystem mit automatischer Verriegelung, Tracking und Alarmfunktionen
- AI Fusion Mode (in Entwicklung): Direkte Interaktion mit einem KI-Assistenten zur Echtzeit-Optimierung der Fahrt
Diese Modi sollen eine stärker personalisierte Nutzung ermöglichen und das E-Bike stärker in Trainings- und Alltagskontexte integrieren.
Weiterentwicklung des Dual-Mode-Konzepts
Das Lemmo One bleibt seinem Grundprinzip treu, klassisches Fahrrad und E-Bike zu kombinieren. Die sogenannte Dual Mode Vehicle Plattform erlaubt weiterhin den Wechsel zwischen rein muskulärem Antrieb und elektrischer Unterstützung. Herzstück ist dabei das modulare „Smartpac“, das Akku, Motorsteuerung, Konnektivität und Zusatzfunktionen wie eine Powerbank in einer entnehmbaren Einheit bündelt.
Technische Eckdaten im Überblick
Das Rad basiert auf einem Aluminiumrahmen mit Carbon-Gabel und wiegt rund 15 Kilogramm ohne das etwa 3 Kilogramm schwere Smartpac-Modul. Der Motor liefert bis zu 52 Nm Drehmoment, gespeist von einem 531-Wh-Akku. Die Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 100 Kilometern an, abhängig von Einsatzbedingungen.
Zur weiteren Ausstattung zählen unter anderem hydraulische Scheibenbremsen, integrierte Beleuchtung inklusive Bremslichtfunktion, GPS-Tracking sowie eine elektronische Schaltung. USB-Anschlüsse mit bis zu 65 Watt Ausgangsleistung erweitern den Nutzwert im Alltag.
Preise und Verfügbarkeit
Das Lemmo One „Collab.Ride“ wird in mehreren Ausstattungsvarianten angeboten. Die Preise beginnen bei 2.690 Euro für die Core Edition und reichen bis 3.390 Euro für höherwertige Varianten. Unterschiede ergeben sich vor allem bei Antriebskonfigurationen wie Ketten- oder Riemenantrieb.
Interessierte können das Modell erstmals auf der Cyclingworld Europe vom 20. bis 22. März 2026 in Düsseldorf Probe fahren. Mehr Informationen auf der LEMMO Website.







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