Die Accell Group hat einen entscheidenden Schritt in ihrer Transformationsstrategie bekanntgegeben: Mit zusätzlicher Finanzierung und einer deutlichen Reduzierung der Schuldenposition soll die finanzielle Stabilität des Unternehmens erheblich gestärkt werden.
Im Rahmen einer Vereinbarung mit den wichtigsten Stakeholdern werden folgende Maßnahmen umgesetzt:
- Bereitstellung zusätzlicher Mittel für Accell;
- Zustimmung der Mehrheit der Gläubiger zu einer Transaktion, die die Gesamtverschuldung deutlich senkt;
- Übertragung der Beteiligungen zugunsten der bestehenden vorrangigen Kreditgeber.
Jonas Nilsson, CEO von Accell, erklärte: „Mit dieser neuen Finanzierung und der Schuldenreduktion machen wir einen wichtigen nächsten Schritt in unserer Transformationsreise und können uns nun auf die langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens konzentrieren. Accell nimmt eine einzigartige Stellung auf dem europäischen Fahrradmarkt ein. Nach zwei Jahren intensiver Arbeit sind wir in unseren Plänen zur grundlegenden Transformation des Geschäfts bereits weit fortgeschritten.“
Mohammed Hassan, CFO von Accell, ergänzte: „Der anhaltende Abschwung der gesamten Branche nach der Covid-Pandemie hat die Fahrradverkäufe in der Region belastet und die Wirkung der Anfang 2025 umgesetzten Rekapitalisierung verringert. Diese Vereinbarung, kombiniert mit unseren umfassenden Transformationsmaßnahmen der letzten Jahre, verbessert die finanzielle Lage und die Zukunftsperspektiven von Accell erheblich. Die Unterstützung unserer Aktionäre und Kreditgeber war entscheidend für das Erreichen dieser Vereinbarung, wofür wir sehr dankbar sind.“
Die Vereinbarung beinhaltet zudem eine Änderung der Kontrollstruktur: Die Mehrheit der bisherigen Anteilseigner überträgt ihre Beteiligungen an eine neue Unternehmensstruktur. Welche das ist und welche Stakeholder hinter der neuen Vereinbarung stehen, hat Accell derzeit nicht bekanntgegeben. Mit der reduzierten Verschuldung und dem neuen Kapital möchte Accell jetzt besser aufgestellt sein, um das Management langfristig zu stabilisieren und die Potenziale des Portfolios etablierter Marken auszuschöpfen.
Update: Es wurde im Zuge der Bekanntgabe jetzt bekannt, dass Investor KKR jetzt seine Anteile der Accell Group veräußert hat, nicht ohne zuvor noch frisches Geld zur Verfügung zu stellen. Laut dem manager magazin sollen nicht alle Kreditgeber dieser Lösung zugestimmt haben. Kreditgebende Banken sollen jetzt das Sagen haben.
Es blieben zumeist noch Investoren und Kreditgeber an Bord, die das Fahrradgeschäft gut verstünden und eine „gute Arbeitsbeziehung zum Management“ pflegten, wie es weiter beim Magazin heißt. Unwahrscheinlich scheint es, ob Minderheitseigner Teslin dem Konzern weiter die Stange hält, wo dieser sein Investment doch zuletzt komplett abgeschrieben hatte.
Wir bleiben dran.






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