Wie jedes Jahr veröffentlicht der Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) im Frühjahr die aktuellen Zahlen des Vorjahres. Im Jahr 2014 hat demnach besonders die Sparte der E-Bikes wieder mit starkem Wachstum abgeschnitten.
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Im Jahr 2013 waren laut ZIV noch 410.000 E-Bikes verkauft worden, so waren es in Jahr 2014 bereits über 480.000 Stück. Als Hauptgründe für die Steigerung gegenüber dem Vorjahr führt der Verband vor allem die stetig weiterentwickelte Batterie- und Antriebstechnik an, die die Produkte für eine größere Gruppe von Menschen attraktiver machen.

Dazu kommt eine Vielzahl neuer Anbieter und deshalb auch mehr unterschiedliche Modelle, die den individuellen Geschmack von immer Leuten treffen. Zudem hat sich das Mobilitätsverhalten der Deutschen in der letzten Zeit immer mehr geändert, während die Zielgruppe zusätzlich immer jünger wird.

Das E-Bike hat demnach seinen Marktantiel auf einen Wert von 12 Prozent ausgebaut und damit seinen Platz inmitten der Alltagsmobilität der Bundesbürger gefunden. Schon seit der Markteinführung von Pedelecs und E-Bikes hat der Zweirad-Industrie-Verband laut eigener Aussage auf die positiven Eigenschaften der neuen Elektroräder hingewiesen und auf deren ausgeprägte Zukunftsfähigkeit verwiesen.

Wie in den Jahren zuvor sind immer noch ältere Mitbürger die hauptsächlichen Käufer von E-Bikes, aber die Verlagerung in Richtung jüngere Zielgruppe wird immer spürbarer, So setzen viele Jüngere inzwischen E-Bikes bei ihren sportlichen Aktivitäten ein, hier sind besonders die Gruppe der E-Mountainbikes hervorzuheben.

Aber nicht nur für diverse Freizeitaktivitäten setzt ein immer größer werdender Anteil der Bevölkerung auf Pedelecs und E-Bikes, sondern die praktischen und umweltbewussten Fortbewegungsmittel wurden oft auch für Fahrten von und zur Arbeit eingesetzt. Viele Leute sind, oft auch aufgrund attraktiver angebote ihres Arbeitgebers, inzwischen auch vom eigenen Auto oder Dienstwagen auf das „Dienstfahrrad“ umgestiegen, besonders seitdem das Dienstwagenprivileg auch für Fahrräder gilt.

Auch die Anzahl der B2B-Projekte in diesem Bereich stehen bereit oder sind etwa schon gestartet. So gibt es Großstädten schon diverse Logistikdienstleister, ein E-Lastenfahrrad als Transportmittel für Waren von Businesskunden einsetzen.

Laut der aktuellen Mitteilung des ZIV ist es nicht undenkbar, dass der Anteil von E-Bikes am Gesamtmarkt mittelfristig auf einen Wert von 15 Prozent steigt. Ungefähr 95 Prozent der verkauften E-Bikes sind Pedelecs, die nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometer unterstützen.

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Inzwischen bewegen sich über 2,1 Millionen E-Bikes auf Deutschland Straßen. Damit hat die deutsche Fahrrad-, Fahrradteile- und Zubehörindustrie das geschafft, wovon andere Industriezweige noch meilenweit entfernt sind: Ausgereifte Elektromobilität in ausreichender Stückzahl und für jeden nutzbar auf die Straßen zu bringen.

Die E-Bikes „Made in Germany“ sind aber nicht nur hierzulande gefragt. Die Nachfrage aus dem europäischen Ausland stieg im Vorjahr ebenfalls an und so konnte der Export ein Plus von 4,9 Prozent verzeichnen.

Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) ist nationale Interessenvertretung und kompetenter Dienstleister der deutschen und internationalen Fahrrad-, E-Bike-, Komponenten- und Zubehörindustrie.

Weitere Informationen stehen auf der Webseite des ZIV e.V. für Sie bereit.