Eine neue Technologie wird vorgestellt.
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Angesichts der wachsenden Anzahl an E-Bike- und Radfahrern beschäftigen sich auch immer mehr etablierte Unternehmen an der Verbesserung der Sicherheit derselben im täglichen Straßenverkehr.

Auf der demnächst startenden Consumer Electronics Show (CES), die vom 06. bis zum 09. Januar 2015 in Las Vegas stattfindet, wird erstmals ein neues Sicherheitssystem der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

Die neue Technologie wurde in partnerschaftlicher Zusammenarbeit der drei schwedischen Unternehmen Volvo, POC und Ericsson entwickelt und soll in ihrer Funktionalität bahnbrechend sein.

Gegenseitige Kommunikation von Fahrzeugen und Fahrradhelm

Je mehr Menschen mit Fahrrad oder Pedelec unterwegs sind, umso mehr steigt auch deren Präsenz in den Unfallstatistiken. So ist inzwischen jeder zweite Verkehrstote ein sog. „schwacher“ Verkehrsteilnehmer, wobei 50 Prozent der tödlichen Unfälle durch eine Kollision mit dem Auto verursacht werden.

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Diese Entwicklung verträgt sich nicht mit der Vision der Volvo Car Group, in der Zukunft einen unfallfreien Straßenverkehr zu realisieren. Um ihren Vorstellungen gerecht werden zu können, präsentiert man nun dieses einzigartige Sicherheitssystem.

Dazu Klas Bendrik, Vice President und CIO der Volvo Car Group:

Die strategische Partnerschaft zwischen Volvo, POC und Ericsson ist ein wichtiger Schritt um Volvos Ziel zu realisieren, ein Auto zu entwickeln, das keine Unfälle mehr baut. 2013 führte Volvo als erster Hersteller ein Radfahrer-Erkennungssystem mit vollautomatischer Notbremse für den Stadtverkehr ein. Mit der neuen, innovativen Technologie können wir den toten Winkel zwischen Autofahrern und Radfahrern nun nahezu beseitigen.Klas Bendrik

Die Technologie, die hier zum Einsatz kommt, lässt ein vernetztes Volvo-Modell mit einem Fahrradhelm von POC (derzeit noch ein Prototyp) miteinander kommunizieren – und zwar in Echtzeit und bidirektional. Damit ist eine gegenseitige Warnung der beiden unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer möglich und soll dabei helfen, die Unfallzahlen drastisch zu reduzieren.

Drei schwedische Unternehmen arbeiten zusammen

Bereits seit Januar 2014 arbeiten die beiden Unternehmen Volvo und POC im Zuge eines Forschungs- und Entwicklungsprojekts zusammen, dessen Ziele sich aber bald in Richtung Kommunikation von Autos und Radfahrern hin verschoben und auf Volvo den langjährigen Partner Ericsson zurückgreifen ließ.

Mittels weit verbreiteter Rad-Apps, wie zum Beispiel Strava, wird die genaue GPS-Position des Radfahrers ermittelt und über die Volvo Cloud dem Fahrer des Volvo Fahrzeugs übermittelt. Ist eine Kollision der beiden Verkehrsteilnehmer immanent, so werden beide rechtzeitig davor alarmiert und so Unfälle effektiv verhindert.

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Der Fahrer des Autos bekommt die Warnmeldung in seinem Head-Up-Display eingeblendet, während der Radfahrer über eine Warnsystem mittels Leuchte und Vibration in seinem Fahrradhelm vor der drohenden Gefahr in Kenntnis gesetzt wird. Die Warnung beider Verkehrsteilnehmer findet auch dann schon statt, wenn der Radfahrer sich im toten Winkel befindet oder aufgrund Dunkelheit schlecht zu erkennen ist.

Auch Stefan Ytterborn, CEO und Gründer von POC, äußert sich begeistert über die Neuentwicklung:

Die Partnerschaft mit Volvo passt sehr gut zu unserer Mission, alles dafür zu tun, um die Unfallfolgen für Extremsportler und Radfahrer zu minimieren. Wir sind gespannt, wie wir zur Fahrradsicherheit und einer besseren Interaktion zwischen Auto- und Radfahrern beitragen können.Stefan Ytterborn

Für die Vernetzung des POC-Helms mit dem Volvo Fahrzeug ist der dritte Partner Ericsson zuständig, dessen SVP und Head of Business Unit Support Solution, Per Borgklint, dazu meint:

Die vernetzte Gesellschaft schafft Verbindungen, die Leben retten. Unsere Zusammenarbeit mit Volvo, die Millionen von Radfahrern schützt, ist das jüngste Beispiel für eine Innovation, die die Welt verändern kann. Wir freuen uns, diese Initiative gemeinsam mit POC unterstützen zu können, denn die Vernetzung bietet grenzenlose Möglichkeiten.Per Borgklint

System steckt noch in den Kinderschuhen

Natürlich steht die neue Sicherheitstechnologie erst am Anfang ihrer Entwicklung und deckt längst nicht alles ab, was in Sachen Verkehrssicherheit denkbar und auch machbar ist. Aber es ist ein Anfang und eröffnet die Chance, effektiv die schwächeren vor den stärkeren Verkehrsteilnehmern zu schützen.

Wer mehr erfahren möchte, findet weitere Informationen direkt bei Volvo, POC Sports oder Ericsson.