Die Pedelec Ladenetze in Baden-Württemberg sollen laut des VCD ausgebaut werden.
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Vor einiger Zeit hat die Landesregierung in Baden-Württemberg das Ziel ausgegeben, den Anteil von Fahrrädern an den gesamten Verkehrsteilnehmern auf 20 Prozent zu erhöhen.

Ohne dabei Pedelecs und E-Bikes zu berücksichtigen, sei dieses Ziel nicht zu erreichen, so der Landesvorsitzende des VCD in Baden-Württemberg Matthias Lieb.

Elektro-Fahrräder leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Der Bedarf von Strom kann für E-Bikes heute schon aus regenerativen Quellen vollständig gedeckt werden.

Im Gegensatz zu Elektroautos, deren Energieverbrauch mit ca. 12 kWh ungleich höher liegt als der von Elektrorädern, welche nur ca. 0,7 Kilowattstunden auf 100 Kilometer benötigen.

Engmaschiges Ladenetz ist eine wichtige Voraussetzung

Ein großer Hinderungsgrund, weitere Strecken mit einem Pedelec zu fahren, ist aufgrund des derzeitig verstreuten Ladenetzes die oft fehlende Möglichkeit den Akku nachladen zu können.

Auch wenn heute mit entsprechenden Akkus rein rechnerisch Reichweiten von über 100 Kilometern möglich sind, so stellt sich dieses in der Praxis oft anders dar.

Immer dann, wenn man nicht damit gerechnet hätte, versagt der Akku oder war nicht ganz aufgeladen und so weiter.

Mit einem Ladenetz, welches nur geringe Lücken aufweist, kann man dieser Problematik begegnen. Doch, wie kann man es ohne großen Kostenaufwand tun?

Das jetzt gestartete Konzept bezieht Gasthäuser, Hotels, öffentliche Einrichtungen oder Firmen mit ein, welche die Energiewende aktiv unterstützen möchten.

Dafür müssen diese nur eine entsprechende Anzahl an ganz normalen Steckdosen für E-Bike-Fahrer bereithalten. Kostengünstiger geht es nicht.

Ein Aufbau einer teuren Ladestation oder das Bereithalten von unterschiedlichsten Ladegeräten entfällt, da die Benutzer einfach ihr eigenes zum Pedelec gehörendes Ladegerät zum Aufladen benutzen.

Kosten sind vernachlässigbar

Möchte man es schaffen, die durchschnittliche Fahrtstrecke mit einem Fahrrad von derzeit 1,6 Kilometern auf Strecken von zehn bis 20 Kilometer zu erhöhen, so wären diese endlich eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu den Autos.

Denn mit Autos liegt die durchschnittliche Fahrtstrecke auch nur bei elf Kilometern, so dass man mit dem E-Bike eine wichtige Lücke zwischen beiden Verkehrsmitteln füllen könnte. Auch ist das Auto im Durchschnitt nur mit 1,3 Personen besetzt.

Gleichzeitig leistet man einen Beitrag zum Schutz der Umwelt, verringert das Stauaufkommen und die Parkplatznot und fördert zudem die eigene Gesundheit. Diese Vorteile des Fahrens mit einem Pedelec kommen sowohl im Freizeit- als auch im Berufsverkehr zum Tragen.

Die notwendige Erhöhung des E-Bike-Anteils ist aber nur mit einem dichteren Ladenetz zu schaffen.

Auch der Kostenvergleich ist unschlagbar. So sind für das Nachladen eines E-Bikes pro Stunde Ladestrom nur zwei bis vier Cent fällig; für eine beispielhafte Strecke von 1000 Kilometern (Stuttgart – Berlin) kommen so nur 1,75 Euro (entspricht 6,24 kWh) zusammen.

Mit 50 bis 70 Euro wäre so eine Umrundung des Erdballs realistisch. An diese Effizienz kommt kein anderes Verkehrsmittel heran.

Mitmachen ist ganz einfach

Wer beim Projekt des VCD Baden-Württemberg mitmachen will und einen Beitrag zur Erhöhung des Anteils der Elektrofahrräder im täglichen Verkehrsaufkommen leisten möchte, kann dies ganz einfach tun.

Der eigene Beitrag zum engmaschigeren Ladenetz erfordert nur die Bereitstellung von mehreren Steckdosen und die Kennzeichnung dieser Serviceleistung vor Ort mittels Aufklebers des VCD.

vcd_pedelec_aktion_2013

Der Aufkleber zeigt ein Piktogramm eines E-Bikes zusammen mit der Aufschrift „Pedelec willkommen. Hier Lademöglichkeit“. E-Bike-Fahrer erkennen daran leicht, dass sie dort neue Energie nachtanken können.

Der Aufkleber ist gegen Einsendung eines mit 1,45 Euro frankierten Rückumschlags kostenfrei beim VCD in Baden-Württemberg erhältlich.

Die Adresse lautet:

VCD-Landesgeschäftsstelle
Tübinger Straße 15
70178 Stuttgart

Die Aktion zur Verbesserung des Ladenetzes wird vom Ministe­rium für Verkehr und Infrastruktur sowie von der „Radkultur Baden–Württem­berg“ unterstützt.

Profitieren können dadurch alle, die bei der Ladenetz-Aktion des VCD mitmachen, denn je weiter die Pedelec-Fahrer fahren, desto mehr kehren zum Beispiel auch in verschiedene Gasthäuser oder Hotels ein und erhören deren Umsatz.

Mehr Informationen findet man hier: