Mehr als 500 Besucher kamen am vergangenen Wochenende zur gemeinsamen Dealershow von QWIC, BREKR und AGU nach Ede in den Niederlanden. Unter dem Motto „Front Row“ präsentierten die drei Marken ihre Neuheiten und gaben einen Ausblick auf das Modelljahr 2027. Neben den Produktvorstellungen bot die Veranstaltung vor allem Raum für den Austausch mit dem Fachhandel aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland. Wir waren vor Ort und konnten uns selbst ein Bild von den kommenden Modellen machen. Dazu gehörten auch erste Testrunden mit dem neuen QWIC Venti und dem BREKR L250.
QWIC feiert 20-jähriges Bestehen mit neuem Flaggschiff
Für QWIC stand die Vorstellung des neuen Venti im Mittelpunkt. Die Marke feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen und stellt mit dem neuen Flaggschiff ein Fahrrad vor, das den niederländisch geprägten Charakter der Marke fortführt. Auch die erneuerten Modellreihen Inter und Elan waren Teil der Präsentation.
Das Venti setzt auf einen sehr stabil ausgeführten Rahmen, der allerdings auch beim Gewicht seinen Tribut fordert. Mit Akku bringt das neue Modell rund 31,5 Kilogramm auf die Waage. Dafür ist das Fahrrad auf eine komfortable und ruhige Fahrweise ausgelegt.
QWIC bietet das Venti in zwei Varianten an. Die Flow-Version startet bei 3.749 Euro und wird von einem Bosch Active Line Plus angetrieben. In der Explore-Ausführung kommt der Bosch Performance Line PX zum Einsatz. Hier beginnt der Preis bei 4.449 Euro. Beide Varianten verfügen über eine stufenlose Enviolo-Nabenschaltung und einen wartungsarmen Zahnriemen.
Auf unserer (kurzen) Testrunde zeigte sich das Venti als stabiler und entspannter Begleiter. Das Fahrgefühl ist ausgesprochen niederländisch geprägt: gemütlich, souverän und auf entspanntes Vorankommen ausgelegt. Der stabile Rahmen vermittelt dabei einen soliden Eindruck. Wer ein besonders leichtes E-Bike sucht, wird angesichts des Gewichts allerdings andere Kandidaten in Betracht ziehen müssen.
BREKR L250: E-Longtail mit eigenständigem Rahmenkonzept
Auch BREKR nutzte die Veranstaltung, um einen Ausblick auf die kommenden Modelle zu geben. Mit dem L250 erweitert die Marke ihr Angebot um ein E-Lastenrad, das sowohl als Longtail als auch als Shorttail erhältlich sein wird. Die unterschiedlichen Gepäckträgerlängen ermöglichen damit die Wahl zwischen mehr Transportkapazität und einer kompakteren Ausführung.
Das L250 bleibt der eigenständigen Formensprache von BREKR treu. Charakteristisch ist der markante, gerade verlaufende und zweizügige Rahmen. Farbige Blenden lassen sich vergleichsweise einfach austauschen und ermöglichen es, das Fahrrad optisch zu individualisieren.
Beim Gewicht bringt das L250 ohne Akku 32,4 Kilogramm auf die Waage. Der Akku kommt mit weiteren 3,6 Kilogramm hinzu. Für den Antrieb sorgt ein Bafang-Heckmotor mit 55 Nm Drehmoment, der mit einer Zweigangautomatik kombiniert wird.
Auf der Straße vermittelt das L250 eine satte Straßenlage und fährt sich stabil. Die mechanische Zweigangautomatik ist während der Fahrt spürbar und prägt den Fahreindruck. Damit unterscheidet sich das BREKR spürbar von E-Lastenrädern mit stufenloser oder klassischer Kettenschaltung. Das eigenständige Rahmenkonzept und die Möglichkeit, die Optik über austauschbare Blenden zu verändern, gehören zu den auffälligsten Merkmalen des Modells.
Austausch mit dem Fachhandel im Mittelpunkt
Neben den Fahrradneuheiten ging es in Ede auch um den Blick auf die weitere Entwicklung der drei Marken. Die Veranstaltung brachte Händler aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland zusammen. Auf der Bühne präsentierten Jos Schutte, Dennis Goebel und Niels Willems die Neuigkeiten von QWIC, AGU und BREKR. Durch das Programm führte Harry Piekema, für den musikalischen Auftakt sorgten Danique Kos und ihre Mitmusiker.
Für QWIC war zudem der Auftritt von Industriedesigner Robert Bronwasser ein besonderer Programmpunkt. Er erläuterte die Entwicklung des Venti vom ersten Entwurf bis zum fertigen Fahrrad.
Ergänzt wurde das Programm durch einen Testparcours, auf dem die Händler die neuen Modelle selbst ausprobieren konnten. Auch LeaseGemak war mit einem eigenen Stand vertreten.
Die Ausrichtung auf den direkten Austausch ist dabei mehr als ein Rahmenprogramm. Als Schnittstelle zwischen Herstellern und Kunden können die Fachhändler ihre Erfahrungen und Rückmeldungen einbringen. Gerade bei der Vorstellung neuer Modellgenerationen bietet das die Möglichkeit, unterschiedliche Anforderungen aus dem Markt frühzeitig zu berücksichtigen.
Ausblick auf das Modelljahr 2027
Mit dem Venti setzt QWIC ein neues Ausrufezeichen an der Spitze seines Portfolios, während die überarbeiteten Inter- und Elan-Modelle die bestehende Range fortführen. BREKR verfolgt mit dem L250 einen eigenständigen Ansatz im wachsenden Segment der E-Lastenräder und bietet mit Longtail und Shorttail unterschiedliche Transportkonzepte auf gemeinsamer gestalterischer Grundlage.
Die ersten Fahreindrücke zeigen zwei Fahrräder mit klar unterschiedlicher Ausrichtung: Das QWIC Venti setzt auf entspanntes, komfortables Fahren und einen souveränen Auftritt, das BREKR L250 auf eine stabile Straßenlage, einen markanten Rahmen und eine wirksame Zweigangautomatik.
Nach dem Termin in Ede geht die Veranstaltungsreihe weiter. Bereits an diesem Wochenende steht in Gent der Austausch mit den belgischen Händlern auf dem Programm. Für uns bleibt es unterdessen spannend, wie sich die neuen Modelle abseits der ersten Eindrücke bewähren. Insbesondere das Venti und das L250 bieten Anlass, die Fahreigenschaften und das jeweilige Konzept bei ausführlicheren Tests genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wir werden dann hier berichten.
Disclaimer: Der Autor wurde seitens der QWIC B.V. zur Veranstaltung nach Ede eingeladen, welche dabei die Kosten für Anreise und Unterbringung übernahm. Auf die redaktionelle Berichterstattung und die Meinung des Autors hatte dies keinen Einfluss.












































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