Im Sommer und bei trockenem Wetter macht Pedelec-Fahren Spaß! Jetzt hält aber nach und nach der Herbst mit Regen und herabfallenden Blättern bei uns Einzug. Wie sieht es da mit dem Pedelec aus?

Wie macht man sich und das Pedelec fit für den Herbst und Winter? An das mögliche hohe Tempo muss man sich schon bei trockenem Wetter gewöhnen. Wie sieht es aber auf nassem und glitschigen Laub aus?

Rein vom Prinzip ist es kein Problem. Die aktuellen Akkus sind aber nicht kältefest und machen bei Minusgraden Probleme. Ansonsten kann man die übliche Vorgehensweise vom konventionellen Fahrrad übernehmen.

Regelmäßig die beweglichen Teile des Pedelecs gut abschmieren, den Lack zum Schutz vor Umwelteinflüssen einwachsen und das Bike öfter von Dreck und Streusalz befreien. Die Elektronik ist normalerweise gegen Einflüsse von aussen gut abgeschirmt, so daß da keine Probleme auftauchen sollten.

Beim Fahren sollte man, wie auch beim Auto, vorausschauend und mit ausreichend Abstand zum Vordermann unterwegs sein. Möglichst auf der Geraden fertig bremsen und beim Bremsen nicht treten oder lenken. Bei blockierten Rädern und möglicher Schrägstellung des Pedelecs ist die Sturzgefahr am größten.

Bei Schnee und Eis sollte der Radler über die Anschaffung von Spike-Reifen nachdenken und möglichst eine niedrige Unterstützungsstufe wählen. Gerade beim Anfahren neigt das Antriebsrad sonst zum durchdrehen. Weniger Luft im Reifen sorgt für eine breitere Aufstandsfläche, dabei aber auf den Minimalluftdruck achten, welcher auf der Reifenflanke angegeben ist.

Bei den Akkus zahlt es sich aus, wenn man auf gute Qualität geachtet hat. Gute Akkus sind für Temperaturen bis -15°C geeignet, bei Billig-Batterien kann diese aber viel geringer sein. Daher auf die Angaben des Herstellers achten.

Allerdings wirkt sich große Kälte sehr stark auf die Batteriekapazität aus und sollte daher vermieden werden. Die Reichweite des Pedelecs kann sogar auf Dauer darunter leiden.

Ist der Akku durchgefroren, sollte er zuerst auf Zimmertemperatur gebracht werden, bevor er wieder geladen wird. So wird der Akku nicht beschädigt.

Auch sollten die Akkus bei Nichtbenutzung im Winter bei Zimmertemperatur gelagert und des öfteren (alle 6 – 8 Wochen) nachgeladen werden. Bei Lithium-Ionen-Akkus reicht eine Spanne von zwei bis drei Monaten aus.