Licht am Ende des Tunnels für den insolventen Fahrradbauer

Wie mehrere Medien berichten, stehen die Kaufverhandlungen um die insolvente MIFA-Bike Gesellschaft kurz vor dem Abschluss. Als Käufer wird ein bayerischer Unternehmer genannt, welcher mit Sachsenring damals auch den Hersteller des beliebten Trabis wieder flott gemacht hat.

Der Unternehmer Stefan Zubcic hat einen Teil des Traditionsunternehmen inzwischen zu einem gefragtem Zulieferer für Karosserieteile ausgebaut und beliefert dabei namhafte Automobilhersteller. Zudem ist er mit dem Unternehmen noch in den Sparten Medizintechnik und Flachglasveredelung unterwegs.

Auch die MIFA kann in den Augen des Automotive-Managers wieder profitabel werden, allerdings müsse das Unternehmen dafür „gesund schrumpfen“. Da die neue, teure Werkshalle nicht Teil der Insolvenzmasse ist, möchte Zubcic mit der MIFA wieder an den alten Standort in der Innenstadt zurückkehren.

Bild: Microsoft Bing

Die verbliebenen 130 Mitarbeiter möchte der Unternehmer komplett übernehmen, da der Schrumpfungsprozess beim Personal inzwischen komplett vollzogen sei. Allerdings müsse man für eine erfolgreiche Sanierung die Kostenstrukturen aufbrechen und einen Neustart in Sachen Vertrieb und Kundenbeziehungen starten.

Die Schlüsselkunden sollten der MIFA möglichst treu bleiben, um dem Traditionsunternehmen beim Neustart zu helfen, teilt der bayerische Investor und erfolgreiche Unternehmer mit. Bis der Kaufvertrag unterzeichnet wird, müssen allerdings noch viele Details geklärt werden. In spätestens fünf bis zehn Tagen sollen die Verhandlungen allerdings abgeschlossen werden, wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther hofft.

Unklar ist, ob alle Marken der MIFA mit verkauft und weiterbestehen werden. Erst 2016 wurde noch, zusätzlich zu den Edelmarken Grace und Steppenwolf, die preisbewusste Fahrradmarke Vaun eingeführt.

VAUN Emma: Bild: MIFA

Mehr auch direkt auf www.mifa.de.

Mit Material des MDR und der Mitteldeutschen Zeitung.

Bilder: MIFA / Bing