Der Steckdosenadapter trennt Pedelec-Ladegeräte nach dem Ladevorgang automatisch vom Stromnetz. Drei Betriebsarten ermöglichen zudem eine Nutzung mit begrenztem Ladebereich oder eine vollständige Ladung.
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Wer den Akku seines Pedelecs lädt, kann mit einem zusätzlichen Steckdosenadapter den Ladevorgang und die anschließende Stromversorgung des Ladegeräts steuern. Der Akku Life Guard wird zwischen eine handelsübliche Schuko-Steckdose und das Ladegerät gesteckt. Er überwacht den Ladevorgang und trennt das angeschlossene Ladegerät anschließend automatisch vom Stromnetz.

Das Gerät bietet drei Betriebsarten: Im sogenannten Extended Lifetime Mode wird der Ladevorgang im Übergang von der Konstantladephase zur abschließenden Ladephase beendet. Je nach Akkusystem und Ladegerät kann der Ladezustand laut Hersteller dabei etwa 70 bis 95 Prozent erreichen. Im Fully Charge Mode ist eine vollständige Ladung bis 100 Prozent möglich. Der dritte Modus nutzt den Adapter als normale Steckdose, ohne Ladeüberwachung.

Bedienung ohne App und WLAN

Der gewünschte Modus wird über einen mechanischen Schiebeschalter direkt am Gerät ausgewählt. Eine LED-Anzeige informiert anhand unterschiedlicher Farben über die gewählte Betriebsart. Für den nächsten Ladevorgang muss der Adapter nach der vollständigen Netztrennung erneut aktiviert werden. Dazu ist laut Hersteller die Ein-Taste mindestens drei Sekunden lang zu drücken.

Akku Life Guard

Der Akku Life Guard ist für Ladegeräte mit handelsüblichem Schuko-Stecker vorgesehen. Neben Pedelec-Akkus nennt der Anbieter unter anderem Werkzeugakkus, Gartengeräte, Staubsauger und weitere Haushaltsgeräte als Einsatzbereiche. Mehrere Geräte können nicht gleichzeitig über die Ladeüberwachung betrieben werden, da der Adapter den Ladezustand eines einzelnen angeschlossenen Systems zugrunde legt.

Zusätzliche Sicherheitsfunktion

Neben der automatischen Abschaltung nach dem Ladevorgang verfügt das Gerät laut Hersteller über eine integrierte Sicherheitsabschaltung. Diese soll bei erkannten Ladeproblemen beziehungsweise bestimmten elektrischen Auffälligkeiten die Stromzufuhr unterbrechen. Die automatische Netztrennung verhindert zudem, dass das Ladegerät nach dem Ladevorgang weiterhin im Standby-Betrieb bleibt.

Der Adapter ist für eine maximale Anschlussleistung von 3.680 Watt bei 230 Volt und 16 Ampere ausgelegt. Das Gehäuse misst 85,5 × 68,5 × 68,5 Millimeter. Nach Angaben des Anbieters besteht es aus recycelbarem Kunststoff. Mit der Schutzklasse IP20 ist das Gerät für trockene Innenräume vorgesehen.

Akkuschonendes Laden als Ziel

Lithium-Ionen-Akkus altern unter anderem abhängig von Temperatur und Ladezustand. Wer im Alltag nicht die vollständige Reichweite benötigt, kann durch einen niedrigeren Ladezustand die Belastung der Zellen reduzieren. Der Akku Life Guard soll diesen Ansatz durch die automatische Beendigung des Ladevorgangs unterstützen. Eine exakte Begrenzung auf einen bestimmten Prozentwert ist laut Hersteller allerdings nicht bei jedem Akkusystem möglich.

Der Akku Life Guard wird in Deutschland entwickelt und hergestellt. Nach Angaben des Anbieters wurde das Produkt bereits mehr als 25.000-mal verkauft. Bekannt wurde es 2025 durch die Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“.

Nutzt ihr lieber solch ein Gerät, oder setzt ihr auf Alternativen mit Smartphone-App?

Bilder: Natune GmbH