Während viele Fahrradhersteller und Händler weiterhin mit Überbeständen zu kämpfen haben, berichtet Ahooga für 2026 von einer Verdopplung des Umsatzes. Auch die Vorbestellungen für das kommende Jahr entwickeln sich nach Unternehmensangaben positiv und könnten sich gegenüber dem Vorjahr erneut verdoppeln. Mehrere Handelspartner hätten ihre Bestellmengen nach dem jüngsten Händlertreffen bereits mehr als verdoppelt.
Deutschland hat sich dabei zum größten Händlermarkt der 2015 in Brüssel gegründeten Marke entwickelt. Das gesamte Vertriebsnetz umfasst inzwischen mehr als 180 Fachhändler in 15 europäischen Ländern. Allein im laufenden Jahr kamen über 40 neue Partner hinzu. Für die Betreuung der Händler in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat Ahooga mit Julia Stahl zudem eine feste Ansprechpartnerin für den After-Sales-Bereich gewonnen.
Neue Modelle und digitales Händlerportal
Beim jährlichen Händlertag am 19. Oktober auf Schloss Velen im Münsterland präsentierte Ahooga Fachhändlern aus Deutschland und Österreich sowie Partnern aus Schweden und Großbritannien erstmals die Modellreihe 2027. Außerdem stellte das Unternehmen ein eigenes Händlerportal vor, das Funktionen wie Sendungsverfolgung und Ersatzteilbestellungen sowie eine Online-Community bündelt.
Weitere Maßnahmen sollen die Zusammenarbeit mit dem Fachhandel stärken. Dazu zählen gezielte Marketingunterstützung für sogenannte ELITE-Händler und zusätzliche Verstärkung in den Vertriebsteams für Großbritannien und die Benelux-Länder.
Die technische Grundlage des Sortiments bildet die MAX-Plattform. Sie basiert auf einem patentierten Doppeldreiecksrahmen und wird als A-MAX und E-MAX angeboten. Damit setzt Ahooga auf eine gemeinsame Plattform für klassische und elektrische Falträder, die den Aufwand für Lagerhaltung und Werkstatt vereinfachen soll. Das MAX wurde nach Unternehmensangaben zweimal in Folge zum F.A.Z.-Testsieger gekürt und mit einem Red Dot Design Award ausgezeichnet.
Händlertreffen mit gemeinschaftlichem Ansatz
Neben den Produktneuheiten stand beim Treffen der Austausch innerhalb des Händlernetzes im Mittelpunkt. Nach einer gemeinsamen Probefahrt mit dem MAX gestalteten die Teilnehmer im Rahmen einer „Custom MAX Challenge“ ihre eigenen Varianten des Faltrads. Die Ergebnisse wurden beim Abendessen präsentiert und von den Anwesenden bewertet. Aufgrund der positiven Resonanz soll der Wettbewerb im Winter mit einer öffentlichen Abstimmung auf den Social-Media-Kanälen von Ahooga fortgesetzt werden.
CEO Hendrik Winkelmans, der vor der Unternehmensgründung selbst als Fahrradhändler tätig war, sieht die Erfahrung aus dem Handel als Grundlage für die Ausrichtung der Marke. Das gelte sowohl für die Produktentwicklung als auch für die Unterstützung der Vertriebspartner.
Ob sich die angekündigte erneute Verdopplung der Vorbestellungen tatsächlich realisieren lässt, wird sich im weiteren Verlauf des kommenden Geschäftsjahres zeigen. Die bisherigen Bestellungen und das wachsende Händlernetz deuten aus Sicht des Unternehmens jedoch auf eine anhaltend positive Entwicklung hin. Ahooga will seine Präsenz insbesondere in der DACH-Region, in Großbritannien und in den Benelux-Ländern weiter ausbauen.








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