Mit add-e gibt es nun einen neuen Nachrüstsatz aus Österreich, der besonders klein, leicht und unauffällig ist und sich einfach an jedes geeignete, hochwertige Fahrrad anbringen lässt.
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Der neue Nachrüstsatz, der im österreichischen Villach entwickelt wurde, kommt mit einem neuen Montagekonzept, welches ein leichtes und schnelles An- und Abnehmen des Antriebs ermöglicht.

So kann der Elektroantrieb nur bei Bedarf an das Fahrrad angebaut oder auch beispielsweise zwischen verschiedenen Fahrrädern gewechselt werden.

Die ersten Überlegungen zum Antriebssystem kamen den Erfindern schon während der Studentenzeit. Damals musste man den Weg zur Universität mit dem Fahrrad zurücklegen, was sich oft genug als sehr schweißtreibende Angelegenheit herausstellte.

Natürlich dachte man an den Kauf eines E-Bikes, doch dagegen sprachen mehrere Gründe: Zuerst einmal der war der hohe Preis eine große Hürde für die Studenten und auch das hohe Gewicht sprach dagegen, besonders da das Bike in den zweiten Stock geschleppt werden musste. Auch das Image als Opa-Rad passte den Studenten nicht so ganz…

Außer den Fahrrädern gab es noch einen „Tante Paula“ e-Roller im Fuhrpark der Studenten, so dass sich die Erfinder nach einiger Zeit über die Einzelteile desselben hermachten und diese an ihr Fahrrad schraubten. Natürlich war dies klobig und schwer, aber die erste Testfahrt machte Lust auf mehr.

So konnten sie nicht mehr aufhören, daran herum zu tüfteln, bis sie sich auf Ziele für ihren eigenen Antriebssatz geeinigt hatten. Der E-Antrieb sollte klein, leicht und unauffällig sein und an das vorhandene, geliebte Fahrrad passen.

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Am Ende steht nun der add-e Nachrüstsatz, der klein und unauffällig ist, durch einen Trinkflaschenakku mit Strom versorgt wird und an fast jedes Fahrrad anzubringen ist.

Der add-e Nachrüstsatz im Detail

Das Herzstück des Systems ist die DriveUnit, die aus einem eloxiertem Aluminium-Gehäuse besteht. Daran ist der Schwingarm und die Reibrolle angebracht, während im Inneren die Elektronik und Sensorik untergebracht ist, die auf dem neuesten Stand der Technik ist.

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Integriert ist auch eine „Schnellmontage-Schnittstelle“, so dass die weniger als ein Kilo leichte und 80x70x70 Millimeter messende Antriebseinheit schnell und einfach an- und abgenommen werden kann. Es gibt die Antriebseinheit in zwei Versionen, 25 km/h und 45 km/h, wobei die erste 250 Watt und die zweite bis zu 600 Watt leistet.

Mit Strom wird der Antrieb mittels eines Akkus versorgt, der unauffällig in einer Trinkflasche aus Aluminium untergebracht ist. Der elektrische Kontakt wird beim Einstecken in die Halterung über Kontakte am Trinkflaschenboden hergestellt, während der Trinkflaschenverschluss als Schalter für die Leistungsverstellung dient.

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Der ein Kilogramm leichte Akku hat eine Kapazität von 6 Ah und soll laut der Entwickler eine Reichweite von bis zu 50 Kilometern ermöglichen. Innerhalb einer Stunde kann der Energiespeicher wieder aufgeladen werden.

Zur Befestigung am Fahrrad wird auch das Montage-Kit benötigt, welches ohne Beschädigung an nahezu jedem Fahrrad angebracht werden kann. Es besteht aus einer Montageplatte, einem Kabelsatz mit externen Sensoren zur Tritt- und Geschwindigkeitserkennung und dem Getränkehalter zur Aufnahme der Trinkflasche mit zugehöriger Verkabelung. Das Kit wiegt dabei nur etwa 200 Gramm.

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Auch das Ladegerät ist im add-e Nachrüstsatz dabei – es ist kompakt und leicht und kann so fast überall hin mitgenommen werden. Zum Laden nimmt man den Trinkflaschen-Akku einfach vom Fahrrad ab und stellt ihn auf die passende Aufnahme am Ladegerät. Per Ladeanzeige wird man über den Ladezustand informiert. Das Ladegerät wiegt nur 600 Gramm.

Dank des geringen Gewichts von insgesamt nur 1,6 Kilogramm ist ein leerer Akku unterwegs auch kein Beinbruch, denn man kann ganz normal weiterfahren und muss keinen Widerstand durch einen Motor etc. überwinden.

Preis und Verfügbarkeit

Der add-e Zusatzantrieb für Fahrräder soll demnächst in die Serienproduktion starten. Das Team hinter der Erfindung möchte dazu in nächster Zukunft eine Crowdfunding-Kampagne starten.

Eine Vorbestellung des Antriebs ist allerdings schon jetzt möglich. So soll der add-e Antrieb in der 25-km/h-Version 690 EUR kosten, während die schnelle 45-km/h-Variante für 960 EUR zu haben ist.

Ein Liefertermin kann bis jetzt nicht genannt werden, aber das Team von add-e meldet sich rechtzeitig bei den Vorbestellern, deren Reservierung natürlich unverbindlich ist.

Alle weiteren Informationen stehen Interessierten auf der neuen Webseite von add-e zur Verfügung.

Bilder: add-e