Das Zendit-Portfolio wird erweitert. Nachdem im April 2026 die Modelle Zendit RR, Zendit RR S und Zendit XR vorgestellt wurden, folgen mit dem Zendit R und dem Zendit S zwei weitere Ausführungen des E-Enduros im Mondraker 2027 Portfolio. Die Grundidee bleibt unverändert: viel Federweg, ein leistungsstarker Antrieb und eine Geometrie, die auch auf anspruchsvollen Trails für Kontrolle und Sicherheit sorgen soll. Neu ist die Kombination aus dem hochwertigen Stealth-Air-Carbon-Hauptrahmen und einem Hinterbau aus Aluminium. Zusammen mit dem Avinox M2S und dem integrierten 800-Wh-Akku soll sie die technischen Eigenschaften der bisherigen Zendit-Plattform in eine breiter zugängliche Modellpalette übertragen. Trotz der unterschiedlichen Ausstattungspakete setzen beide Neuzugänge auf dasselbe Grundkonzept. Mit 170 Millimetern Federweg an der Front, 165 Millimetern am Heck und einer gemischten Laufradgröße sind sie klar im E-Enduro-Segment positioniert. Hier alle Informationen.
Mondraker Zendit R und Zendit S für 2027 im Detail
Die beiden neuen Modelle unterscheiden sich weniger durch ihre grundlegende Konstruktion als vielmehr durch die verbauten Komponenten. Das Zendit R setzt auf ein Fox-Fahrwerk, DT-Swiss-Laufräder und eine elektronische SRAM-Eagle-AXS-Schaltung. Beim Zendit S kommen RockShox-Komponenten, Mavic-Laufräder und eine mechanische SRAM-Schaltung zum Einsatz.
Beide Modelle teilen sich den Carbon-Hauptrahmen, den Aluminium-Hinterbau, das ZERO Suspension System und den Avinox-M2S-Antrieb. Auch bei den wesentlichen Geometriedaten und dem Federweg gibt es keine grundlegenden Unterschiede.
Damit fällt die Entscheidung zwischen Zendit R und Zendit S vor allem anhand der gewünschten Ausstattung aus. Wer Wert auf ein Fox-Fahrwerk und elektronische Schaltvorgänge legt, findet diese Kombination beim R. Das S setzt auf RockShox und eine klassische, mechanisch betätigte Schaltung.
Rahmen & Geometrie
Der Hauptrahmen besteht aus Mondrakers Stealth Air Carbon in der hochwertigen Top-Carbon-Ausführung. Dazu kommt ein neu entwickelter Hinterbau aus Stealth Alloy. Auch der Rocker Link ist aus Aluminium gefertigt. Die Konstruktion soll die bewährte Plattform der Zendit-Familie erhalten und zugleich die Herstellung in einer weiteren Preisklasse ermöglichen.
Für die Kraftübertragung und Federungsarbeit ist das weiterentwickelte ZERO Suspension System zuständig. Am Hinterrad stehen 165 Millimeter Federweg zur Verfügung, an der Front sind es 170 Millimeter. Der Rahmen verfügt über innen verlegte Leitungen, einen einteiligen oberen Umlenkhebel, abgedichtete Lager und eine UDH-Schaltauge-Aufnahme.
Die Geometrie lässt sich über einen Flip-Chip an der unteren Dämpferaufnahme anpassen. In der Standardstellung beträgt der Lenkwinkel 63,5 Grad, der effektive Sitzwinkel 77 Grad und die Tretlagerhöhe 345 Millimeter. In der Low-Stellung wird der Lenkwinkel auf 63,15 Grad abgeflacht, die Tretlagerhöhe sinkt auf 340 Millimeter und der effektive Sitzwinkel beträgt 76,65 Grad. Der Reach fällt dabei um vier Millimeter kürzer aus.
Die Unterschiede sind klein, auf dem Trail aber durchaus relevant: Die Standardstellung verspricht eine etwas ausgewogenere Balance zwischen Wendigkeit und Laufruhe. In der Low-Position dürfte sich das Zendit bei hohem Tempo und auf steilen Abfahrten noch satter anfühlen. Das abgesenkte Tretlager bringt den Schwerpunkt näher an den Untergrund, erhöht allerdings auch das Risiko von Pedalaufsetzern in engen Kurven oder über groben Hindernissen.
Mondraker setzt auf die hauseigene Forward Geometry mit einem größenabhängig angepassten Reach. Dieser reicht von 440 Millimetern in Größe S bis 520 Millimetern in XL. Der Radstand wächst von 1.241 auf 1.339 Millimeter. In der Low-Stellung sind es 1.242 bis 1.340 Millimeter.
Die Kettenstreben messen bei den Größen S, M und M/L jeweils 450 Millimeter. In L und XL verlängern sie sich auf 455 Millimeter. Damit soll das Verhältnis zwischen Vorderradführung und Hinterradtraktion über die Größen hinweg erhalten bleiben. Die größeren Rahmen erhalten zudem eine entsprechend angepasste Position des Federungsgelenks, damit das Übersetzungsverhältnis der Federung gleich bleibt.
Auf dem Trail dürfte sich das Zendit damit vor allem durch Laufruhe, hohe Traktion und viel Sicherheit auf anspruchsvollen Abfahrten auszeichnen. Die langen Rahmen in L und XL versprechen bei höherem Tempo zusätzliche Stabilität. Das kompakte Hinterbaukonzept mit 27,5-Zoll-Hinterrad soll gleichzeitig dafür sorgen, dass das E-Enduro trotz seiner stattlichen Abmessungen nicht unnötig behäbig wird.
Motor & Akku
Bei Motor und Akku machen die beiden neuen Modelle keine Abstriche gegenüber den höher positionierten Zendit-Ausführungen. Sowohl das R als auch das S sind mit dem Avinox M2S ausgestattet. Dazu kommt ein fest integrierter Akku mit 800 Wh Kapazität.
Das System ist auf hohe Motorleistung, eine kompakte Integration und individuell abstimmbare Unterstützung ausgelegt. Die Kombination aus großem Akku und leistungsstarkem Antrieb soll genügend Reserven für lange Touren und anspruchsvolle Höhenmeter bieten.
Wie weit die Reichweite tatsächlich reicht, hängt allerdings wie üblich unter anderem von Unterstützungsstufe, Streckenprofil, Fahrergewicht und Fahrweise ab. Zum System gehören das Avinox-DP100-Display und die kabellose BC100-Bedieneinheit. Geladen wird mit dem mitgelieferten 4-A-Ladegerät.
Fahrwerk & Ausstattung
Bei der Federung gehen Zendit R und Zendit S unterschiedliche Wege. Das R setzt vorne auf eine Fox 38 Float GRIP Performance mit 170 Millimetern Federweg. Die für den E-Bike-Einsatz abgestimmte Gabel bietet eine dreistufige Druckstufeneinstellung mit Feinanpassung. Hinten arbeitet ein Fox Float-X-LV-Performance-Dämpfer mit 205 × 65 Millimetern.
Das S kombiniert dagegen eine RockShox ZEB Base mit 170 Millimetern Federweg und einen RockShox Super Deluxe Select in der Größe 205 × 65 Millimeter. Beide Fahrwerkspakete sind auf das gleiche Einsatzgebiet mit langen Federwegen ausgelegt. Wie sich die Unterschiede in Ansprechverhalten und Reserven tatsächlich bemerkbar machen, muss ein direkter Fahrvergleich zeigen.
Auch bei den Laufrädern unterscheiden sich die Modelle. Das Zendit R rollt auf DT Swiss Hybrid H 1900 Spline mit Aluminiumfelgen, 30 Millimetern Innenweite und Tubeless-Vorbereitung. Beim Zendit S kommen Mavic E-Access XR30 zum Einsatz. Auch diese Aluminiumfelgen haben eine Innenweite von 30 Millimetern und sind für den schlauchlosen Betrieb vorbereitet. Mavic verwendet 32 Speichen.
Bei den Reifen setzt Mondraker auf beiden Modellen auf dieselbe Kombination: vorne einen Maxxis Assegai in 29 × 2,5 Zoll mit MaxxGrip-Gummimischung und EXO+-Schutz, hinten einen Maxxis Minion DHR II in 27,5 × 2,5 Zoll. Der Hinterreifen besitzt eine MaxxTerra-Mischung und eine robuste DoubleDown-Karkasse. Das verspricht viel Grip an der Front und zusätzliche Widerstandsfähigkeit am Heck.
Bei den Bremsen herrscht wiederum Gleichstand. Beide Modelle sind mit SRAM Maven Base ausgestattet. Die Vierkolbenbremsen arbeiten mit 200-Millimeter-Bremsscheiben vorne und hinten. Damit setzt Mondraker auf eine kräftige Bremsanlage, die zum Gewicht und zum anspruchsvollen Einsatzbereich der E-Enduros passt.
Deutlicher fällt der Unterschied bei der Schaltung aus. Das Zendit R nutzt eine elektronische SRAM S1000 Eagle AXS T-Type mit zwölf Gängen. Das Zendit S kommt mit einer mechanischen SRAM 70 Eagle T-Type ebenfalls auf zwölf Gänge. Wer kabellose Schaltvorgänge bevorzugt, liegt beim R richtig. Das S bietet dagegen eine konventionelle Bedienung.
Auch bei den versenkbaren Sattelstützen kommen unterschiedliche Komponenten zum Einsatz: Beim R ist es eine Onoff Pija, beim S eine X-Fusion Manic TA. Beide Modelle verfügen über einen Onoff-Aluminiumlenker mit 800 Millimetern Breite. Das Cockpit und die übrigen Grundkomponenten orientieren sich damit am gemeinsamen Enduro-Konzept.
Modellübersicht
Mondraker Zendit R 2027
Motor: Avinox M2S, 1.300 W, 150 Nm
Batterie: Avinox FS 800, 800 Wh
Display: Avinox DP100 Display / Avinox BC100 Wireless Controller (L&R)
Rahmen: Zendit Stealth Air Carbon, 165 mm
Gabel: Fox 38 29 Float GRIP Performance, 170 mm
Dämpfer: Fox Float-X LV Performance
Schaltung: Sram S1000 Eagle AXS, T-Type, 1×12
Bremsen: Sram Maven Base, 200 mm v/h
Kurbelgarnitur: e.13 Helix Core E*Spec Plus, 155 mm
Vorbau: Onoff S6, 30 mm, 0°
Sattelstütze: Onoff Pija dropper intern, 31,6 mm, 1X Remote (S: 140 mm, M: 160 mm, ML: 180 mm, L/XL: 210 mm)
Sattel: Ergon SM10 E-Mountain Black
Laufräder: DT Swiss Hybrid H 1900 Spline, 30 mm Innenbreite, tubeless ready, DT Swiss 370 Naben, 28 Speichen v
Reifen: Maxxis Assegai 29×2.5WT EXO+ v / Maxxis Minion DHR II 27.5×2.5WT DD h
Gewicht: 23,95 kg
zul. Gesamtgewicht: n/a
Preis: 7.499 EUR
Mondraker Zendit S 2027
Motor: Avinox M2S, 1.300 W, 150 Nm
Batterie: Avinox FS 800, 800 Wh
Display: Avinox DP100 Display / Avinox BC100 Wireless Controller (L&R)
Rahmen: Zendit Stealth Air Carbon, 165 mm
Gabel: RockShox ZEB Base 29, 170 mm
Dämpfer: RockShox Super Deluxe Select
Schaltung: Sram 70 Eagle, 1×12
Bremsen: Sram Maven Base, 200 mm v/h
Kurbelgarnitur: e.13 Helix Core E*Spec Plus, 155 mm
Vorbau: Onoff S6, 30 mm, 0°
Sattelstütze: X-Fusion Manic TA, 31,6 mm, 1X Remote (S: 125 mm, M: 150 mm, ML: 170 mm, L/XL: 200 mm)
Sattel: Ergon SM10 E-Mountain Black
Laufräder: Mavic E-Access XR30, Aluminium, 30 mm Innenbreite, tubeless ready, 32 Speichen, Mavic ID360 Freilauf
Reifen: Maxxis Assegai 29×2.5WT EXO+ v / Maxxis Minion DHR II 27.5×2.5WT DD h
Gewicht: n/a
zul. Gesamtgewicht: n/a
Preis: 6.499 EUR
Fazit
Mit dem Zendit R und dem Zendit S erweitert Mondraker sein E-Enduro-Programm um zwei Modelle, die das technische Grundkonzept der Familie übernehmen, bei der Ausstattung aber eigene Akzente setzen. Der Carbon-Hauptrahmen, der Aluminium-Hinterbau, das ZERO Suspension System und der Avinox M2S mit 800-Wh-Akku bilden bei beiden Bikes die gemeinsame Basis. Der Preisunterschied beträgt 1.000 Euro. Für 6.499 Euro bietet das Zendit S ein RockShox-Fahrwerk, Mavic-Laufräder und eine mechanische SRAM-Schaltung. Das Zendit R kostet demnach 7.499 Euro und setzt auf Fox, DT Swiss sowie die elektronische SRAM Eagle AXS T-Type. Bei Motor, Akku, Federweg und Bremsanlage sind beide gleich aufgestellt. Damit stellt sich weniger die Frage nach der grundsätzlichen Leistungsfähigkeit als nach den persönlichen Vorlieben bei Fahrwerk und Schaltung. Ob sich der Aufpreis für das Zendit R auf dem Trail lohnt, muss ein direkter Vergleich zeigen. Die technische Basis für anspruchsvolle E-Enduro-Touren bringen beide Modelle mit.
Was ist eure Meinung?
Alle weiteren Informationen stehen jetzt auf der Website von Mondraker zur Verfügung.

















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