So kommen Räder und E-Bikes sicher durch die kalte Jahreszeit
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Dunkelheit, Regen, Frost und Schnee müssen kein Grund sein, das Fahrrad im Winter stehen zu lassen. Entscheidend sind eine gute Vorbereitung und eine an die Bedingungen angepasste Fahrweise. Diamant empfiehlt, den Wintercheck spätestens Ende Oktober durchzuführen, bevor Laub, Nässe und erste Glätte das Radfahren erschweren.

Für die Kontrolle sollte etwa eine Stunde eingeplant werden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen zunächst die Reifen. Ausreichendes Profil ist bei glatten Straßen und Wegen wichtig. Ein etwas reduzierter Luftdruck kann auf Schnee die Traktion verbessern. Gerade bei E-Bikes können breitere Reifen aufgrund der höheren Antriebskräfte Vorteile bieten. Für besonders schwierige Bedingungen kommen spezielle Fahrrad-Winterreifen infrage.

Auch die Beleuchtung sollte vor dem Winter überprüft werden. Seitenläufer-Dynamos können bei Matsch und Schnee unzuverlässig arbeiten, während Naben- oder Speichendynamos mit Standlichtautomatik weniger anfällig sind. Eine fehlende, nicht funktionierende oder verschmutzte Beleuchtung kann zudem eine Ordnungswidrigkeit nach StVZO darstellen.

Bei Bremsen, Kette und Schaltung empfiehlt sich ebenfalls eine Kontrolle. Verschlissene Bremsbeläge sollten ersetzt und Bremszüge gefettet werden. Kette und Ritzel benötigen im Winter eine gute Schmierung, da Streusalz die Komponenten besonders stark beansprucht.

E-Bike-Akku vor Kälte schützen

Für E-Bike-Fahrer kommt die richtige Akkupflege hinzu. Bei Minusgraden kann die Reichweite von Lithium-Ionen-Akkus auf bis zu 70 Prozent des gewohnten Wertes sinken. Bei steigenden Temperaturen steht die volle Leistung wieder zur Verfügung.

Bei Frost sollte der Akku auch bei kurzen Pausen möglichst mit ins Warme genommen werden. Wichtig ist außerdem, ihn erst bei Zimmertemperatur zu laden, da das Laden eines kalten Akkus zu Schäden führen kann. Wird das E-Bike über längere Zeit nicht genutzt, empfiehlt sich eine trockene Lagerung des Akkus bei 10 bis 20 Grad Celsius mit einem Ladezustand von etwa 50 Prozent. Der Ladezustand sollte alle zwei bis drei Monate kontrolliert werden.

Kleine Anpassungen für mehr Sicherheit

Auch Sattel und Pedale lassen sich an winterliche Bedingungen anpassen. Ein etwas niedriger eingestellter Sattel kann dabei helfen, das Fahrrad auf glatten Wegen mit den Füßen zu stabilisieren. Bei Pedalen können raue Oberflächen oder Grip-Tape das Abrutschen verhindern. Gelsättel können bei Frost sehr hart werden. Ein Teflon-Spray am Schloss soll zudem verhindern, dass dieses zufriert.

Interessant ist auch die rechtliche Situation bei nicht geräumten Radwegen: Wichtige innerörtliche Radwege müssen im Winter geräumt und gestreut werden. Ist dies nicht der Fall, kann die Benutzungspflicht entfallen und Radfahrende dürfen auf die geräumte Fahrbahn ausweichen.

Bei Unfällen auf einem nicht gestreuten Radweg können unter bestimmten Voraussetzungen zudem Haftungsansprüche gegen die zuständige Gemeinde bestehen. Gleichzeitig bleibt eine den Bedingungen angepasste Fahrweise erforderlich. Auf Glatteis und in Kurven sollte möglichst weder gebremst noch getreten werden.

Eine ausführliche Checkliste umfasst darüber hinaus Hinweise zu Werkzeug, Fahrweise, Pflege bei Streusalz und geeigneter Winterbekleidung.

Mehr Informationen unter: www.diamantrad.com/de-DE.

Quelle: PM Diamant
Bilder: Diamant