Der italienische Herstellt Wayel holt seine E-Bike Produktion wieder nach Italien zurück
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Der italienische E-Bike-Hersteller Wayel verlagert die Produktion seiner Pedelecs und E-Bikes von China in seinen Heimatstandort zurück.

Das Unternehmen Wayel wurde 2007 gegründet, um Produkte für eine neue leichte urbane Elektromobilität zu entwickeln und anzubieten.

Das erste Produkt 2008 revolutionierte sogleich den Markt: Es war das erste E-Bike mit Kardanantrieb, ähnlich dem von Protanium, und besaß zudem eine kleine abnehmbare Lithium-Ionen-Batterie.

Wurden die Pedelecs bisher in Shanghai in China zusammengebaut, so holt Wayel nun die gesamte Produktion in seine neue Fabrik zurück, die extra dafür in Bologna gebaut wurde.

Wayel mit neuer E-Bike Produktion in Bologna

Für den Bau und Betrieb der Fabrik hat Wayel mit FIVE (Fabbrica Italiana Veicoli Elettrici –
Italian Factory of Electric Vehicles) ein neues Unternehmen gegründet, welches auf die Kenntnisse und Erfahrungen des Mutterunternehmens zurückgreift.

Auf 7.100 Quadratmetern wird in der sogenannten „Factory of FIVE“ konstruiert, geforscht und dann auch produziert. Die Fabrik ist erdbebensicher gebaut und eines der ersten Produktions-Gebäude in Italien, die nach ökologischen und energetischen Gesichtspunkten in dieser Art und Weise kombinieren. Das Fabrikgebäude wurde nach neuesten Erkenntnissen als Null-Energie-Gebäude aufgebaut und kann sich vollkommen autark mit Energie versorgen.

Wayel_Five_Factory_2014

Dafür sorgt ein Dual-Photovoltaik-System, welches bis zu 275.000 kWh an Energie bereitstellen kann, welche nicht nur für die Beleuchtung und sonstige Stromversorgung ausreicht, sondern auch für die gesamte Produktion. Es soll sogar ein Überschuss eingeplant sein, welcher in das Netz eingespeist wird und für zukünftigen Gebrauch vorgesehen ist.

So möchte Wayel seine E-Bikes zukünftig mit möglichst geringem Energieaufwand produzieren und zudem auch möglichst ökologisch. Die Jahresproduktion ist mit 35.000 Einheiten angedacht, was äquivalent zum 3,5-prozentigem Marktanteil in Europa ist. Dafür wurden 39 neue Jobs geschaffen.

Ebenfalls neu: Solingo – solar-getriebenes E-Motorrad

Neben seinen E-Bikes hat Wayel jetzt auch ein E-Motorrad ins Programm aufgenommen, welches eine einzigartige Besonderheit aufweist: Mittels der in das zugehörige Topcase eingebauten Photovoltaik-Zellen lädt sich das Elektro-Motorrad immer wieder selber auf, ob nun beim Fahren oder im Stehen.

Damit soll es möglich sein, den Akku der Reserve-Batterie immer möglichst gut aufgeladen zu halten, so dass ein Liegenbleiben unmöglich sein soll. Die erzielbare Reichweite kann selbst bestimmt werden. Dafür stehen verschiedene Akkupack-Kombinationen zur Verfügung — bis hin zur Top-Reichweite von 115 Kilometern.

Der Wayel Solingo ist mit zwei E-Motoren ausgerüstet, die sich jeweils in den beiden Rädern befinden. Mittels einer Boostfunktion treiben beide Räder gleichzeitig an und lassen so Steigungen leichter und schneller überwinden. Als Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller 35 km/h an.

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Der Solingo-eRoller mit Alurahmen ist gut ausgestattet mit Scheibenbremsen vorne und hinten, Top Case mit integrierten Solarzellen zum Laden, zwei Antriebsmotoren, LCD-Anzeige, Boost-Funktion, Federgabel vorne und kompletter Beleuchtungsanlage.

Der E-Roller wird zum Verkaufsstart in verschiedenen Farben verfügbar sein. Über den Preis ist noch nichts bekannt.

Hier gibt es noch mehr Informationen: Solingo

Weitere Informationen

Auf der Seite des Hersteller Wayel gibt es umfangreiche Infos über die neue Fabrik, die angebotenen E-Bikes und den Solingo-E-Roller.

Jetzt zur Webseite von WAYEL.

[PM WAYEL]

Bilder: Wayel Srl