Umweltbundesamt rät öfters mal das Auto stehen zu lassen und auf Pedelecs und E-Bikes umzusteigen.
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Das Umweltbundesamt (UBA) rät Städten und Gemeinden dazu, den Bürgern den Umstieg vom Auto auf das Elektrofahrrad möglichst zu erleichtern.

So seien laut der UBA-Präsidentin Maria Krautzberger E-Räder natürlich nicht nur platzsparender in der Stadt, sondern auch deutlich preisgünstiger als das konventionelle Automobil.

Auch die Gesundheit und Fitness profitiere vom Umstieg auf die neuen elektromobilen Räder, genauso wie es für eine verbesserte Umwelt und eine geringere Schadstoffbelastung in der Stadt zuträglich sei.

Für eine bessere Integration der neuen E-Räder in die Gemeinden und Städte, sollten sich diese dem fortschreitenden Trend zum Fahrrad aber besser anpassen.

erad_macht_mobil_uba_2014Für die Elektroräder sollten die Radwege zum Beispiel für die erreichbaren Geschwindigkeiten der Pedelecs & E-Bikes besser angepasst werden. In einem Hintergrundpapier hat das Umweltbundesamt die wichtigsten Informationen zu den Elektrorädern zusammengefasst.

Hierin wird beispielsweise erläutert, dass E-Räder deutlich weniger Feinstaub, CO2-Emmissionen oder Stickoxide erzeugen. Mit mehr Einsatz regenerativer Energie im deutschen Stromnetz würden diese noch weiter abnehmen.

Auch der aktive Radius eines Fahrrades wird durch den Einsatz eines Elektroantriebs um rund das Doppelte von 5 km auf 10 km erweitert. Diese Entfernung entspräche dreiviertel aller zurückgelegten Wege. Dafür benötigt ein Elektrofahrrad nur soviel Energie, wie für das Erhitzen bis zum Siedepunkt von 0,7 Liter Wasser notwendig ist.

Weiter stellt das Umweltbundesamt fest, dass das Zurücklegen dieser Strecken deutlich entspannter vonstatten geht. Somit werden die Menschen dieses öfter und für mehr Zwecke einsetzen, oder gar erst mit dem Fahren anfangen.

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Die bei der Herstellung und späteren Entsorgung des Akkus (meist Li-Ion) anfallenden Emmissionen fallen zwar an, allerdings sind diese nach rund 100 Kilometern im Vergleich zu den nicht gefahrenen PKW-Kilometern wieder ausgeglichen.

Neben der Anpassung der Radwege an höhere Geschwindigkeiten rät das Umweltbundesamt auch dazu, die im Moment meist noch parallel geführte Fußinfrastruktur an die neuen Gegebenheiten anzupassen und für mehr Sicherheit zu sorgen. Auch Wohnungs- und Ladenbesitzer könnten mittels ebenerdiger und sicherer Abstellanlagen die Nutzung von Pedelecs oder Fahrrädern erhöhen und so ihren Beitrag leisten.

Das Hintergrundpapier „E-Rad macht mobil – Potenziale von Pedelecs und deren Umweltwirkung“ des Umweltbundesamtes umfasst 32 Seiten und kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Bilder (im Fließtext): Umweltbundesamt