Mit einer Alarmanlage fürs E-Bike oder Fahrrad möchte Fahrradjäger das Radlen sicherer machen und hat dazu kürzlich einen Wettbewerb gewonnen.
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Der Gründer-Wettbewerb „Gründen-Live“ wurde unter anderem von Google und Volkswagen ausgeschrieben und hat dabei die besten Projekte aus über 500 eingereichten Geschäftsideen per Online-Voting und Jury herausgefiltert.

Das Produkt namens „insect“ wurde auch auf der diesjährigen Eurobike vorgestellt und soll zur Fahrradsaison 2016 auf den Markt kommen. Vorbestellbar ist es schon jetzt zum Preis von 40 Euro.

insect: Anti-Diebstahl Modul von Fahrradjäger

Das Modul insect von Fahrradjäger wird dabei am Rahmen des E-Bikes oder Fahrrades befestigt und kann per Bluetooth mit den Smartphones der Fahrradjäger-Crowd verbunden werden.

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So kann nicht nur der Besitzer als Einzelner, sondern eine ganze Community nach eventuell gestohlenen Bikes Ausschau halten. Ein schone und bisher einzigartige Idee.

Mitglieder der Crowd haben die zugehörige Fahrradjäger-App installiert und verbinden sich im Hintergrund per stromsparendem Bluetooth 4.0 zu in der Nähe befindlichen Fahrrädern oder Pedelecs, die mit insect ausgerüstet sind.

Stellt man ein solches Bike ab, so geht insect automatisch in einen Warnmodus. Dieser schlägt an, sollte das Fahrrad unerlaubt entwendet werden. Dabei werden der Besitzer und auch Crowd-Mitglieder in Echtzeit über den Diebstahlversuch informiert.

Zudem löst die Neuheit von Fahrradjäger einen lauten hörbaren und per LED auch sichtbaren Alarm aus. Sollte das E-Bike oder Fahrrad dennoch gestohlen werden, so verwandelt sich insect in einen Peilsender.

Dieser nutzt das GPS der Smartphones der Crowd um seinem Besitzer Standortinformationen zu seinem Fahrrad zu senden. Per integriertem, automatischen Finderlohnsystem erhält der Finder zudem eine Belohnung, die sich für ihn in barer Münze auszahlt. Und das quasi im Vorbeigehen.

Zum System gehört auch ein QR-Code, welcher auf den jeweiligen Pedelecs oder Fahrrädern angebracht ist und per einfachem Scan mit der Fahrradjäger-App oder der Eingabe der Rahmennummer den Käufer eines gebrauchten Fahrrads vor einem Kauf von Hehlerware bewahren kann.

Aktuell sind bereits 7.000 Fahrradjäger unterwegs, wobei 3.500 Fahrräder gestohlen gemeldet wurden und 270.000 EUR an Finderlöhnen ausgeschrieben sind. Bisher wurden 200 Fahrräder wiedergefunden.

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Bilder: Fahrradjäger