eRadschnellweg in Göttingen für Pedelecs und E-Bikes ist eröffnet worden
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Einzigartig bisher in Deutschland wird der kommende „eRadschnellweg“ in Göttingen sein.

Als eines von 33 Projekten im Rahmen der Initiative „Schaufenster Elektromobilität“ des Bundes wurde der Startschuss für den Beginn des Projektes bereits am 22. Mai 2013 gegeben.

Göttingen eignet sich besonders für die Realisierung eines solchen Projektes, da hier mit ca. 27 Prozent europaweit mit am meisten Alltagsstrecken zurückgelegt werden.

Die erste Strecke, welche für das Vorhaben realisiert wird, ist ein vier Kilometer langer Fahrradweg vom Göttinger Hauptbahnhof bis zur Georg-August-Universität.

Projektierter Streckenverlauf

Der Streckenabschnitt vom Göttinger HBF und dem Nordcampus der Georg-August-Universität wurde ausgewählt, weil hier ein hohes Radverkehrsaufkommen (ca. 14.400 Beschäftigte plus 25.000 Studierende) festgestellt wurde.

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Auch die Universität hat nebenbei ein Forschungsprojekt laufen, welches die Tauglichkeit von Elektrorädern als Pendler-Fahrzeuge überprüfen soll.

Kosten des Projektes

Die Kosten für den vier Kilometer langen eRadschnellweg belaufen sich auf circa 1,8 Millionen Euro, wobei das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hierzu rund 1.000.000 Euro beisteuert. Den Rest tragen die Stadt Göttingen mit 600.000 Euro und der Landkreis Göttingen mit 120.000 Euro.

eRadschnellweg soll zur Klärung mehrerer Fragen beitragen

Zum einen soll herausgefunden werden, welche Anpassungen an bestehende Verkehrsanlagen bei der Nutzung mit Pedelecs und E-Bikes notwendig werden. Sind breitere Wege vonnöten, Anpassungen der Ampelschaltungen und z.B. eine öffentliche Ladeinfrastruktur?

Weiter sollen Einflussfaktoren bestimmt werden, die die Akzeptanz von Elektromobilität auf zwei Rädern in der Bevölkerung erhöht. Auch die bestehenden Fahrradwege sollen auf die Tauglichkeit für E-Bikes und Pedelecs überprüft werden (das gilt für die Metropolregionen Hannover, Braunschweig, Wolfsburg und Göttingen).

Bis zum Ende des Jahres 2015 werden die Erkenntnisse gesammelt, bevor diese danach beurteilt und auch der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden.

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