Auch die 2. SHIMANO E – MOUNTAINBIKE Experience war für alle Teilnehmer ein Erlebnis
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Es gibt sicher schnellere und einfachere Möglichkeiten, von Naturns im Vinschgau nach Sexten im Herzen der italienischen Dolomiten zu gelangen. Doch eine schönere und zugleich erlebnisvollere als die SHIMANO E – MOUNTAINBIKE Experience wohl kaum.

Die zweite Auflage dieser 200 Kilometer und mit 6000 Hm versehenen Tour über die Alpen mit dem eMTB hielt, was die Premiere im Vorjahr versprochen hatte. Vier Tage lang erlebten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nicht nur die Schönheiten und die Kultur Südtirols, spannende Downhills und fordernde Uphills gepaart mit atemberaubenden Singletrails auf Höhen bis zu 2000 m, sondern auch die technischen Vorzüge des eMTB’s.

Acht renommierte Hersteller hatten ihre neuesten E-Bikes zur Verfügung gestellt und zeigten sich von diesem Praxistest und dem direkten Feedback angetan. Selbst das manchmal durchwachsene Wetter konnte der blendenden Stimmung und dem Erlebnis SHIMANO E – MOUNTAINBIKE Experience keinerlei Abbruch tun.

In vier Leistungsgruppen ging es in vier Etappen unter professioneller Führung der Bike-Guides über die Alpen. Start im Untervinschgau in Naturns, über Meran nach Sarnthein, dann die Etappenorte Brixen und Bruneck, schließlich das Finale in Sexten unterhalb der weltberühmten Drei Zinnen in den Dolomiten.

Ein Event, das die vier Komponenten Radsport, Alpenerlebnis, Genuss und Miteinander mit Gleichgesinnten wie selbstverständlich verband. Selbst die Zwischenstopps und Mittagsjausen auf dem Thermenplatz in Meran, auf der Stöffl Hütte, der Rastnerhütte und der Dürrensteinhütte waren echte kulinarische Highlights vor atemberaubender Kulisse, um neue Kräfte zu sammeln und die Akkus zu laden.

Die Teilnehmer konnten täglich ein anderes E-Mountainbike, mit unterschiedlichen Antrieben, der als Partner beteiligten acht Radmarken auf den schönsten Trails Südtirols testen. Als Radpartner waren Bulls, Centurion, Ghost, Focus, Haibike, Husqvarna Bicycles, Merida und Scott mit dabei.

Im Ziel traf man sich zunächst in der Shimano Lounge, um mit den anderen Teilnehmern die Erlebnisse des Tages zu diskutieren und sich mit den Vertretern der Radmarken und dem Shimano-Team auszutauschen. Der Tag selbst klang immer gemeinsam bei den Abendveranstaltungen der einzelnen Etappenorte aus, wo sich die Teilnehmer von den Köstlichkeiten und Produkten der Region überzeugen durften.

Es wurde an vielen Stellschrauben gedreht und es ist uns gelungen an Qualität und Professionalität bei der zweiten Auflage zuzulegen. Das Konzept geht auf, wir kombinieren das Naturerlebnis in Südtirol, das Erlebnis E-Bike, den sportlichen Anspruch und die kulturelle Unterhaltung gepaart mit regionalen Gaumenfreuden, zu einem runden Paket, da ist einfach alles dabei. Die Auswahl der Radmodelle und Antriebssysteme gibt absoluten Überblick über den Markt, das heißt der Teilnehmer kann im Nachgang seine mögliche Kaufentscheidung darauf basieren lassen. Wir als Shimano haben uns zum zweiten Mal erfolgreich dem Vergleich und Praxistest gestellt und wertvolles, erfreulicherweise praktisch ausschließlich positives, Feedback zu unserem SHIMANO STEPS MTB E8000 System erhalten“, zog Michael Wild, Marketing & PR, Paul Lange & Co., für den Titelsponsor Shimano ein starkes Resümee nach dieser viertägigen Südtirol-Querung, geführt von einem professionellen Bike-Guide wie Lukas Pabst:

Vier geniale Tage mit super Strecken, unterschiedlichsten Teilnehmern und genialer Stimmung liegen hinter mir. Die Diversität der Teilnehmer und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse sind eine große Herausforderung aber zugleich auch eine wunderbare Bereicherung.Lukas Pabst

Dem konnte sich Streckenchef Martin Hafenmair nur anschließen: „Ein wirklich geniales Event, bei dem man mit den verschiedenen Teilnehmern trotz wechselnder Gruppen zusammengewachsen ist, sich gemeinsam den täglichen Herausforderungen gestellt hat und die Zeit hatte jeden etwas näher kennenzulernen. Für mich war definitiv eines meiner persönlichen Highlights, zu sehen wie das Erlebnis E-Bike einst schwerkranke Teilnehmer aufs Neue motiviert und begeistert.

Riesige Zustimmung nicht nur beim Titelsponsor Shimano. Einig waren sich alle Radpartner darin, dass dieses neuartige Format Zukunft hat, riesiges Potenzial besitzt, authentisches Kundenfeedback ermöglicht und das Miteinander und den Kontakt zwischen Teilnehmern und Herstellern intensiviert.

José Antonio Hermida Ramos, spanischer Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen, brachte es treffend auf den Punkt: „Es war erneut ein großartiges Erlebnis. Letztes Jahr war ich als Markenbotschafter E-Bike zum ersten Mal im Einsatz und auch bei der Premiere hier mit dabei. Für uns als Marke ist es wirklich wichtig solche Events zu machen, denn wir bekommen das direkte Feedback der Teilnehmer, können in der Industrie Ideen sammeln und uns austauschen, quasi den „Herzschlag des Marktes“ hören. Es ist etwas ganz besonderes, denn hier fahren Profis mit Amateuren und das alles ohne Wettkampfcharakter, es geht um den Sport an sich und das gemeinsame Erleben dieser wunderschönen Landschaft. Der Antrieb gibt natürlich vielen die Chance diese Überquerung in Angriff zu nehmen.

Einer, der die Praxis wie keine Zweiter kennt, ist Mike Kluge, der mehrfacher Deutsche Meister und Weltmeister im Cyclocross, Gesamt-Weltcup-Sieger im Mountainbike und erfolgreiche Straßenfahrer. Sein Urteil hat immer noch großes Gewicht in der Szene, gehört der gebürtige Berliner doch zu den weltweit erfolgreichsten Athleten im Cyclocross:

Vier Tage bedeutet für uns auch ein direkteres, offenes und auch besseres Feedback als Marke, denn die Teilnehmer öffnen sich viel mehr. Das ist das Feedback, das wir brauchen und dem wir kritisch gegenüberstehen müssen um uns dann verbessern zu können.Mike Kluge

Begeisterung auch bei Bulls, vertreten durch Hendrik Stephan: „Bereits wie im Vorjahr haben wir nur gutes Feedback von den Teilnehmern, alle waren durchweg zufrieden mit unseren Produkten. Außerdem ein schöner Nebeneffekt, dass hier alle Radpartner Hand in Hand arbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Bei einer dritten Auflage wären wir definitiv wieder mit dabei!“ Auch bei Scott hieß es jeden Tag: ausgebucht. Felix Diehl: „Wir hätten tatsächlich noch mehr E-Bikes verleihen können. Das direkte Feedback vom Kunden ist natürlich Gold wert und die Bikes sind hier sicherlich auch ganz anderen Belastungen ausgesetzt im wirklichen Praxistest. Der größte Mehrwert wird sicherlich die Weiterempfehlung von Teilnehmern an Bekannte und Freunde sein, deren Kaufentscheidung wir direkt vor Ort beeinflussen können aber mit Sicherheit noch darüber hinaus.

Ein echter Neuling unter den etablierten Herstellern ist Husqvarna Bicycles. „Für uns war das ein voller Erfolg. Unser Marke war im Bereich E-Bike eher unbekannt, was wir auch an den Vorbuchungen der Bikes zu spüren bekommen haben, aber vor Ort waren wir dann auf einmal jeden Tag ausgebucht und hatten nur begeisterte Fahrer. Eine wirklich gelungene Veranstaltung für uns als Marke und die perfekte Plattform zur Darstellung“, so Franz Blattner.

Doch was ist eigentlich das Besondere an der SHIMANO E – MOUNTAINBIKE Experience aus Sicht der Teilnehmer? Wir haben mit Janet Weick vom Blog www.mythos-ebike.de gesprochen.

Hallo Janet, du hast in deiner Radsport-Laufbahn schon einiges erlebt, hat zahlreiche Marathons bestritten, bist in Riva gefahren, zusammen mit deinem Mann die Swiss-Bike- Masters gewonnen. Und jetzt ging’s mit dem eMTB über die Alpen. Wie waren deine Erfahrungen?

Irgendwie war es fast wie ein Flashback in eine vergangene Zeit und doch kombiniert mit etwas Neuem – dem E-Mountainbiken ohne Zeit-Transponder. Schön fanden wir, dass der Start- und Zielbereich mit Sprecher und Aussteller in altbewährter Tradition ein gewisses Feeling vermittelt. Neu war hierbei eigentlich nur, dass es dieses Mal kein Rennen sein, sondern vielmehr der Genuss und Spaß sowie das „Trailsurfen“ im Vordergrund stehen sollte. Richtig schön war während der 4 Tage das Zusammenwachsen der einzelnen Teilnehmer als Gruppe und das entstehende Gemeinschaftsgefühl über viele Nationen hinweg. Obwohl wir eine recht große Gruppe mit um die 17 bis 22 Mann plus ich als einzige Frau waren, kamen wir dank unserer tollen Guides Moritz und Walter absolut homogen über die Trails und hatten ganz viel Spaß.

Die SHIMANO E – MOUNTAINBIKE Experience ist ja eine ganz besondere Form der Alpenüberquerung. Ohne Leistungsdruck, ohne immer auf die Uhr schauen zu müssen. Und mit echten elektrischen Unterstützung im Uphill. Für viele der entscheidende Vorteile. Wie gefiel dir das?

Die Tour war streckenmäßig sehr vielfältig, es gab sehr anspruchsvolle Trails, aber auch Streckenabschnitte, die landschaftlich und mit spannenden Uphillpassagen absolut glänzten. Ich persönlich finde es immer super, wenn ich eine tolle anspruchsvolle und landschaftlich reizvolle Tour fahren kann, ohne ständig auf mein GPS-Gerät schauen zu müssen, indem ich einfach zwei erfahrenen Guides folge. Wenn dann auch noch vom Mittagessen, bis zum Nachladen bzw. Wechselakkus alles organisiert wird, ist das schon eine tolle Sache. Außerdem war es schon auch super, dass wir jeden Tag die neuesten E-Mountainbikes unterschiedlichster Hersteller testen konnten und so schnell merkten, welches der E-Mountainbikes am besten im Uphill wie im Downhill zu einem persönlich passen. Mit dem eMTB eröffnen sich einfach noch viel mehr Möglichkeiten. Es verdoppelt sich quasi der Fahrspaß – da man jetzt hoch wie runter knifflige Passagen meistern kann und das ist genau das was es für mich so reizvoll macht. Und wer glaubt, dass 4 Tage mit dem E-Mountainbike über die Alpen nicht anstrengend sind, der täuscht sich da gewaltig.

In deinem Blog www.mythos-ebike.de ist zu lesen, dass du zusammen mit deinem Ehemann und deinem Sohn Nino nach neuen Wegen gesucht hast, Familie und Hobby zu kombinieren. Wie hat das heuer bei der SHIMANO E – MOUNTAINBIKE Experience funktioniert?

Wir waren freudig überrascht, dass auch ein Familienpaket mit Kinderbetreuung angeboten wurde. Da wir bisher noch nie eine Kinderbetreuung in Anspruch genommen haben, waren wir trotzdem auch etwas skeptisch, ob Nino denn auch wirklich mit Maxi, der extra angestellten Kinderbetreuerin, von Etappenort zu Etappenort reisen wird, während wir die Strecke auf dem Bike bewältigen. Im Nachhinein müssen wir sagen, ist das Konzept der Kinderbetreuung voll aufgegangen. Nino hatte ganz viel Spaß, während wir tagsüber unterwegs waren und besuchte mit Maxi z.B. einen Bergbauernhof, zahlreiche Spielplätze oder spielte an schönen Brunnen. Baden wollte er dann doch nicht und die Minigolfanlage hat er einfach verschlafen, was aber kein Problem war aufgrund der Vielzahl der Südtiroler Spielplätze. Wir waren erstaunt wie selbstverständlich Nino sich morgens von uns verabschiedete und ebenfalls einen schönen Tag verbrachte, bis er uns im Zielbereich im neuen Etappenort wieder in Empfang nahm. Eins kann ich vorneweg schon mal sagen: seit Nino auf der Welt ist, sind Micha und ich nicht mehr so viel und so toll am Stück auf einem (E-) Bike gesessen. Das war schon wirklich eine grandiose Erfahrung.

Weitere Informationen finden Sie auch auf www.emountainbike-experience.org.