Nach einer soeben gestarteten Testphase soll es Mitte 2019 in die Vollen gehen
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Die Paketdienstleister müssen etwas tun. Die Zustellung in den Städten kann in Zukunft nicht mittels stinkender Transporter erfolgen, sondern erfordert andere Lösungen. Es wurden schon viele Konzepte vorgestellt, manche fahren schon, auf andere muss man wohl noch länger warten. Gazelle hat sich des großen Zukunftsthemas auch angenommen und zuletzt auf der IAA Nutzfahrzeuge mit dem D10 E-Cargo seine Lösung für den Pakettransport auf der „letzten Meile“ vorgestellt.

Zusammen mit den Partnern Aluca und DOCKR (deutsches MaaS-Start-Up; mobility as a service) hat man mit dem Gazelle D10 E-Cargo einen leichten elektrischen Gütertransporter (Light Electrical Freight Transporter – LEFT) entwickelt, welcher schon im nächsten Jahr einen nachhaltigen und kosteneffizienten Transport in den Ballungsräumen ermöglichen soll.

Gazelle D10 E-Cargo

Gazelle D10

Als Pedelec kann der D10 E-Cargo auf Radwegen fahren und somit am Stau vorbei. Zudem kann die Ware schnell ausgeliefert werden, was auch eine flotte Zustellung von z.B. Tiefkühlprodukten ermöglicht. Auch das Parken stellt kein Problem dar, wobei das E-Lastenrad auch in jeder Umweltzone willkommen geheißen wird.

Angetrieben wird die Neuentwicklung vom stärksten Antrieb des Marktführers Bosch, dem Performance Line CX, der mit der zu bewegenden Last kaum Probleme haben dürfte. Damit das E-Cargobike auch lange durchhält, sind zwei Batterien verbaut, die zusammen 1.000 Wh Kapazität bereitstellen. Als Pedelec unterstützt das neue Gazelle E-Cargobike auf maximal 25 km/h und benötigt daher auch keine Versicherung.

Entwicklungspartner Aluca, der Profi-Fahrzeugeinrichter aus Rosengarten, hat für das neue E-Lastenrad eigens das sogenannte Boxz-Konzept entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Gepäckbox mit den Abmessungen einer Europalette, einem Volumen von 1 m³ und einer Tragfähigkeit von 100 Kilogramm.

Standardmäßig ist beim D10 E-Cargo Platz für eine Box (D10). Wer mehr Platz benötigt, kann auf eine zweite Variante mit zwei Boxen (D20) ausweichen, die eine Kombination mit einem zugehörigen Anhänger notwendig macht.

Dank der großen Erfahrung hat Aluca ein sehr einfach zu nutzendes System entwickelt, um die Boxen mittels Standardschienen auf das E-Lastenrad zu bringen. dies kann sowohl von der linken, als auch der rechten Seite erfolgen.

Somit ist das Boxz-Konzept ideal geeignet, um Güter in Standard-Abmessungen von einem LKW in einen Lieferwagen und schließlich auf das Gazelle D10 E-Cargo Transportrad umzuladen. Die Produktion des Fahrzeugs findet im Stammwerk von Gazelle in Dieren statt, wobei das E-Lastenrad Mitte 2019 auf den Markt kommen soll. Aktuell findet bereits ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der PostNL in Amsterdam statt.

Mehr auch bei Aluca oder direkt bei Gazelle.

Bilder: Gazelle