Ein einzigartiges Elektro-Fahrrad eines außergewöhnlichen Fahrradkonstrukteurs aus der Schweiz macht derzeit von sich reden.
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Der Firmenname Fretsche, altdeutsch für Froschkönig, steht dabei bezeichnend für die Verwandlung von alten und ausgedienten Velos in handgefertigte Einzelstücke, die ihresgleichen suchen.

Der Inhaber des Einmann-Unternehmens heißt Thomas Neeser und ist Handwerker aus Leidenschaft. In seiner Werkstatt im Züricher Quartier Altstetten zerlegt er alte Fahrräder und verwandelt sie in neue Edelbikes.

Fretsche Pedelecs werden in nachhaltiger Handarbeit hergestellt

Seit 2011 stellt Thomas Neeser auch neue Fahrräder selbst her, oft auch mit elektrischem Antrieb ausgestattet. Das neueste Modell ist wie alle E-Bikes von Fretsche nach Alpenübergängen benannt und trägt die klangvolle Bezeichnung Vue des Alpes. Es ist wie für die Ewigkeit gebaut.

Fretsche Pedelecs - Vue des Alpes

Dass das Fretsche Pedelec ein Menschenleben hält, meint der Konstrukteur auch ernst. Sollte der Antrieb defekt oder verbraucht sein, kann der Käufer jederzeit einen neuen Antrieb von ihm beziehen und weiterfahren.

Er kreiert Dinge die beständig sind. Keine Massenware, welche alle paar Jahre ersetzt werden muss. Deshalb sind alle Modelle auch auf maximal zehn Stück begrenzt.

E-Antrieb von Daum

Der hier verwendete Elektroantrieb kommt vom deutschen Hersteller Daum und wird noch dem Stil des E-Velos angepasst. Dabei wird auf jegliches Überflüssige verzichtet und alles auf das Grundlegende reduziert.

Die Antriebseinheit Volta ist hochmodern und als Tretlagermotor ausgeführt. Mit 250 Watt Leistung wird das Hinterrad direkt über die Tretlagerachse vom bürstenlosen Motor angetrieben.

Dem Motor ist noch ein zweistufiges Getriebe angegliedert, mit welchem bedarfsgerecht fehlende Pedalkraft ausgeglichen werden kann. Dazu kommt noch die normale Gangschaltung, so dass der Energieverbrauch, die Reichweite und die benötigte Kraft optimiert werden können.

fretsche_antrieb_volta

Die Ermittlung der benötigten Antriebsleistung erfolgt über einen Torsionssensor, welcher die Verdrehung der Tretlagerachse misst. Die Steuerung des Motors erfolgt dann schnell und übergangslos.

Einzigartig ist die Gangempfehlung, welche dem Fahrer zu einer ökonomischen und reichweitenorientierten Fahrweise verhilft.

Nach Kundenwunsch gibt es verschiedene Cockpits zur Auswahl. Bis hin zur Pulsmessung mit Aufzeichnung oder integriertem GSM-Modul mit GPS reicht die Bandbreite.

Das Schmuckstück hat seinen Preis

Über 120 Stunden ist der außergewöhnliche Konstrukteur an dem Aufbau eines E-Velo beschäftigt. Das Ergebnis ist ein Einzelstück, welches in kompletter Handarbeit hergestellt wurde.

Dieser Aufwand hat natürlich seinen Preis. Das E-bike Vue des Alpes kostet 16.900 Schweizer Franken. Das hört sich erst einmal viel an. Wenn man aber die dauerhafte Qualität betrachtet und das Versprechen des Erfinders über die permanente Mobilität, so relativiert sich diese Summe schnell.

Die Fahrräder und E-Velos des Schweizer Tüftlers sind allesamt so ausgelegt, dass sie den Fahrer ein Leben lang begleiten können.

Auch Kreationen nach Kundenwunsch sind möglich

Wer möchte, kommt wie viele Kunden von Fretsche mit eigenen alten Fahrrädern und äußert seine Wünsche. Aufgrund seiner Erfahrung berät der Inhaber den Kunden bezüglich Machbarkeit und Sinnhaftigkeit des Vorhabens individuell.

Fahrräder und E-Bikes werden immer mehr zum Vorzeigeprodukt und Statussymbol für viele Menschen. Besondere Fahrräder als Ausdruck eines Lebenstils – die Nachfrage nach individuellen Einzelstücken nimmt zu. Das erfährt auch der Schweizer Erfinder und Tüftler bei seinen Produkten.

Das Fretsche Pedelec „Vue des Alpes“ in Bildern

Hier einige Detailbilder des außergewöhnlichen Schweizer E-Velos:

Weiterführende Informationen:

Hersteller-Homepage: Fretsche
Fretsche-Antrieb: Antriebseinheit Volta

Bilder: Fretsche