Beim Projekt "eBike Pendeln" sind Berufspendler über ein Jahr lang mit Pedelecs zur Arbeit gefahren und haben dabei über 150.000 Kilometer zurückgelegt.
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Das Projekt „eBike Pendeln“ fand von Juli 2014 bis September 2015 im Rahmen des Schaufensters Elektromobilität der Region Berlin-Berlin statt.

Es sollte eine Erklärung dafür liefern, in welcher Weise Berufstätige ein Pedelec zum Pendeln nutzen und wie man den Wechsel vom Auto auf das Elektrofahrrad erleichtern kann.

Jetzt am Ende des Projektes, welches vom Land Berlin gefördert wurde, kann man feststellen, dass das Pedelec für rund die Hälfte aller notwendigen Pendlerwege eingesetzt wurde.

Die Ergebnisse des Projekts „eBike Pendeln“ im Detail

Unter der Leitung der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, die das Projekt im Jahr 2014 ins Leben gerufen hatte, nahmen 325 Berufspendler teil.

Die Teilnehmer kamen dabei aus einer Reihe ausgesuchter Unternehmen, Einrichtungen und Behörden im Südwesten Berlins und deren Umlandgemeinden Stahnsdorf, Kleinmachnow und Teltow.

Im Rahmen des Praxistests standen den Pendlern dabei über die insgesamt 36 Testwochen verschiedene E-Bikes bzw. Pedelecs zur Verfügung, die sowohl für den Arbeitsweg, als auch für jegliche Alltagsstrecken genutzt werden konnten.

Christian Gaebler, seines Zeichens Staatssekretär für Verkehr und Umwelt, hat am 30. November 2015 die Ergebnisse des Projekts „EBikePendeln“ vorgestellt. Er äußert sich begeistert:

Das Projekt war ein voller Erfolg. Bei rund der Hälfte der Arbeitswege wurde das Auto durch das Elektrorad ersetzt. Diese hohe Akzeptanz bestätigt meine Überzeugung: die neuen Elektroräder haben ein erhebliches Potential, die verkehrlichen und umweltseitigen Folgen der wachsenden Pendlerverkehre zu reduzieren. Auf einem Parkplatz für Pkw können sechs Elektroräder geparkt werden, die Räder sind leise, abgasfrei und schonen das Klima. Mit der elektrischen Unterstützung wird der Radverkehr auch über längere Distanzen und für alle Bevölkerungsgruppen attraktiv.Christian Gaebler

Im Rahmen des Projektes „eBike Pendeln“ sollte auch geklärt werden, was die optimalen Einsatzgebiete von Pedelecs und E-Bikes sind und welche Möglichkeiten zur Verbesserung der Infrastruktur hinsichtlich Fahren und Parken der Elektroräder angebracht sind.

eBike Pendeln

Bild: M. Hertel

Den Kostenvorteil von Pedelecs gegenüber dem herkömmlichen Auto als Verkehrsmittel, die für den täglichen Arbeitsweg genutzt werden, hat sich jedenfalls im Laufe des Projekts bestätigt.

So kann davon ausgegangen werden, dass sich die Investition in ein modernes Elektrofahrrad, welches in der mittleren Preisklasse angesiedelt ist, schon nach rund einem halben Jahr bezahlt macht. Vom gesundheitlichen Aspekt einmal ganz zu schweigen, denn dieser ist quasi unbezahlbar!

Die Strecke, die ich per Pedelec in 8 Wochen gefahren bin, fahre ich sonst nicht mal in einem Jahr! Click to Tweet

Unterstützt wurde das Projekt „eBike Pendeln“ in finanzieller und personeller Weise von den Firmen Derby Cycle und deren Fahrradmarke Kalkhoff, dem Smart-Center Berlin, dem Unternehmen Lautlos durch Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Fahrradhersteller Winora und der e-motion e-bike-Welt Berlin.

Insgesamt haben 47 Unternehmen am Projekt teilgenommen und wesentlich dazu beigetragen, dass neue Erkenntnisse gewonnen und bekannte bestätigt werden konnten.

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