Was muss man für ein E-Bike im Durchschnitt ausgeben? Eine neue Studie zeigt es auf
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Eine neue E-Bike Studie hat die Daten des vergangenen Jahres gesammelt und ausgewertet und dabei die Eckpunkte der Pedelec-Landschaft hierzulande festgehalten.

Der Durchschnittspreis eines Elektrofahrrads liegt 2016 bei 3.287 Euro. Das sind 250 Euro mehr als im Vorjahr. Neue Premiummodelle – insbesondere bei E-Mountainbikes – erklären diese Preissteigerung.

Die deutschen Hersteller setzen bei den angebotenen Modellen vor allem auf einen Mittelmotor. Der kommt zu rund 60 Prozent von Bosch eBike Systems. Diese Ergebnisse stammen vom E-Bike-Vergleichsportal www.e-bike-finder.com, das seit 2012 annähernd alle bei Fachhändlern geführten Elektrofahrräder erfasst und für Käufer durchsuchbar macht.

Das teuerste E-Bike der E-Bike Studie mit 14.999 Euro ist das “XDURO FullSeven Carbon Ultimate” von Haibike, ein E-Mountainbike mit Bordcomputer und aus dem Leichtbaumaterial Carbon gefertigt. Für höhere Preise sorgt auch eine stärkere Integration von Motor und Akku wie beim “Stromer ST 2 S” für 8.890 Euro oder beim “COBOC Vesterbro” für für 4.599 Euro, das wie ein konventionelles Fahrrad ohne Motor ausschaut.

Am unteren Preisende finden sich beim Fachhändler einfache Modelle ab 1.199 Euro. Der Trend zu Premiummodellen mit Smartphone-Anbindung oder Bordcomputer und hochwertigen Komponenten wird sich auch 2017 fortsetzen. „Damit werden auch die Durchschnittspreise weiter steigen”, so Christian Schindler, Projektleiter des eBikeFINDER-Auswertungsteams.

94 Prozent aller Elektroräder sind Pedelecs, die bis 25 km/h beschleunigen und rechtlich wie Fahrräder gelten. Die verbleibenden sechs Prozent gehören zur S-Pedelec-Klasse – schnelle E-Bikes bis 45 km/h, die eines Versicherungskennzeichens bedürfen und für die Helmpflicht gilt. Die meisten angebotenen E-Bikes mit 38 Prozent Marktanteil sind City/Urban-Bikes, die hauptsächlich in der Stadt ihren Einsatz finden, aber kleinere Ausflüge vertragen.

Für längere Touren auch auf holperigerem Untergrund eignen sich Touren/Trekking-Räder. Sie machen 36 Prozent aus. E-Mountainbikes legen von 15 Prozent auf 19 Prozent in diesem Jahr zu. Falt- und Kompakträder machen zwei Prozent des Marktes aus – Lastenräder ein Prozent. 87 Prozent aller angebotenen E-Bikes im Jahr 2016 sind mit einem Mittelmotor ausgestattet – eine überwältigende Mehrheit.

Dieses Antriebssystem ermöglicht es Herstellern unter anderem beliebige Schaltungen zu verbauen: Nabenschaltung oder Kettenschaltung. Der Heck- oder Hinterradmotor ist in acht Prozent der Elektrofahrräder zu finden und der Vorderradmotor in fünf Prozent.

eBike Studie 2016

Die komplette Auswertung und E-Bike Studie ist kostenfrei erhältlich: www.e-bike-finder.com/ebike-studie

*Zur Analyse: Die Daten stammen vom Vergleichsportal e-bike-finder.com, das seit 2012 jedes Jahr annähernd alle Elektrofahrräder erfasst, die hauptsächlich über den Fachhandel vertrieben werden. 2016 umfasst die Auswertung insgesamt 2.556 unterschiedliche E-Bike-Modelle von insgesamt 80 Herstellern.