Wie Regenradler trocken bleiben
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Sabine Feist, Architektin aus Konstanz, hat einen neuartigen Regenschutz für Radfahrer entwickelt, der in Sekundenschnelle an- und ausziehbar ist und die Beine trocken hält. Sie hat gerade eine Crowdfundingkampagne unter dem Namen Drachenhaut auf Startnext, einer Crowdfundingplattform gestartet. Dort kann eine Option auf den innovativen Regenschutz geordert werden.

Sollte das Fundingziel bis 14.12.17 erreicht werden, so können einige Ihre Drachenhaut noch rechtzeitig vor Weihnachten bekommen. Die Drachenhaut wird wie eine Schürze angezogen und mittels Schlaufen am Lenker befestigt. Dadurch bildet sie ein Minidach über den Oberschenkeln und hält sie so vor Wind und Regen geschützt.

Sabine Feist

Sabine Feist, Geschäftsführerin von Drachenhaut entgegnet Folgendes auf die Frage, wie Sie auf die Idee kam und warum Sie das Produkt nun auf den Markt bringt:

Ich denke, dass Gefühl kennen viele Radler, wenn man nur kurz aufs Rad steigen und sich die Zeit sparen wollte, neben der wetterfesten Jacke die Regenhose aufwändig anzuziehen oder zu eitel war, umständlich den doch eher entstellenden Regenponcho überzuwerfen und man am Ende zwei Stunden mit einer nassen Hose irgendwo sitzt und friert. So ging es mir lange, bis mir eines Tages in einer Sitzung die Idee kam, unser großes Zelt, das 2013 bei einem starken Sturm kaputt ging und noch auf eine Umnutzung wartete, zu einem Regenbeinschutz aufzuwerten. Als Architektin war es mir dabei wichtig, dass sowohl Funktion als auch Design stimmen. Da beim Radfahren in der City der gewonnene Zeitvorsprung eine große Rolle spielt, war ein wichtiges Entwicklungskriterium, dass der Regenschutz schnell an- und ablegbar ist und wenig Aufwand beim Mitnehmen, Trocknen und Aufbewahren macht. Zudem wollte ich auch ressourcenschonend und möglichst nachhaltig agieren. So war schnell klar, dass die der Natur entlehnte Flügelform optimalen Materialeinsatz an den richtigen Stellen garantiert und dass ein mit Silikon beschichteter Ballonstoff die umweltfreundlichste Variante darstellt, die zugleich wind- und regendicht, sowie leicht und klein einzupacken ist. Für die Sicherheit gibt es Modelle die aus lichtreflektierendem Stoff gefertigt sind. So wird man auch bei Nacht sichtbar.Sabine Feist

Neben dem Modell, das nun erstmals auf dem Markt kommt, gibt es bereits eine ganze Gruppe von Weiterentwicklungen, die zum Patent angemeldet sind. Die ersten Drachenhäute werden in einer kleinen Näherei in Markdorf am Bodensee produziert. Gespräche für größere Serien werden aber beispielsweise auch mit der Fairtrade- Näherei von 3FREUNDE geführt. Das Prototyping wird dann weiterhin in der Region erfolgen.

Drachenhaut

Drachenhaut

Sollten die für die erste Kleinserie von 300 St. benötigten 7.500 € bis zum 14.Dezember 2017 zusammen kommen, so steht der Produktion und der Weiterentwicklung der Drachenhaut nichts mehr im Weg. Für Radfahrer, die in der City schnell unterwegs sein möchten, gibt es dann einen Grund weniger, bei Regen auf das Auto umzusteigen.

Unterstützt werden kann die Kampagne über www.startnext.com/drachenhaut.