S Pedelecs V10 ; Foto: © ADAC

Bestes Speed Pedelec – ADAC Testsieger 2012

veröffentlicht von 

S-Pedelecs sind derzeit sehr beliebt. Auch der ADAC beschäftigte sich kürzlich mit den schnellen Pedelecs. Dazu hat er drei nagelneue aktuelle Speed Pedelecs miteinander verglichen.

Die bekannte Erscheinung eines Fahrrads kombiniert mit der Schnelligkeit eines Mopeds führt dazu, dass S-Pedelecs oft unterschätzt werden.

Zur rasanten Beschleunigung des E-Bikes verhelfen 500 Watt Antriebsleistung und bringen damit auch ungeübte Radler leicht in Geschwindigkeitsbereiche, welche sonst nur Sportlern vorbehalten waren.

Viel Fahrspaß und Leistung werden einem also durch die neuen Pedelec 45 versprochen. Doch halten die Modelle auch technisch den Versprechungen und Anforderungen stand?

Drei der derzeit beliebtesten Modelle hat der ADAC zuletzt sowohl auf dem Prüfstand wie auch auf der Straße auf Herz und Nieren getestet.

Folgende Power-Pedelecs kamen beim Test zum Einsatz:

Das Kalkhoff Pro-Connect S10-36* von Derby Cycle ist mit dem beliebten Mittelmotor von Panasonic ausgerüstet, das Raleigh Stoker B40 Premium*, welches ebenfalls von Derby Cycle vertrieben wird, ist mit dem Bosch-eBike-System ausgerüstet.

Schließlich rundet das Bulls Green Mover E45* der ZEG Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG den S-Pedelec Test mit dem GoSwissDrive Antrieb ab.

Gerade Letzteres ist ein E-Bike, welches den Händlern derzeit geradezu aus den Händen gerissen wird.

Testkriterien zur Bewertung der Pedelecs

Der ADAC teilt den Test in zwei Bereiche ein:

Bei Handhabung und Fahren haben die folgenden Eigenschaften des E-Bikes Einfluss:

  • Gebrauchsanleitung
  • Fahreigenschaften mit Motorunterstützung
  • Fahreigenschaften ohne Motorunterstützung
  • Komfort beim Fahren
  • Fahren im beladenen Zustand
  • Umgang mit der bzw. Bedienung der Batterie
  • Fahren in der Nacht oder im Regen
  • Verschleiß der Bauteile

Zu den Kriterien für die Sicherheit, Haltbarkeit, Leistung und Verarbeitung zählten nachfolgende Eigenschaften:

  • Gabelfestigkeit
  • Rahmenhaltbarkeit
  • Festigkeit der Sattelklemmung
  • Antrieb
  • Bremsenwirkung
  • Reichweite

Testergebnisse der einzelnen S-Pedelecs

Kalkhoff Pro Connect S10-36

Im Test überzeugten die sehr guten hydraulischen Bremsen von Magura die Experten. Außerdem lobten diese die gute Ergonomie und die Einstellbarkeit des Bikes auf die jeweilige Körpergröße.

Auch die Lenkergriffe und die mögliche Blockierung der Federgabel ist den Testern positiv aufgefallen. Das Kalkhoff Pro Connect S10-36 ist auch ohne elektrische Unterstützung leicht zu fahren, während der Akku in kurzer Ladezeit wieder fit gemacht werden kann.

Allerdings stellten die Tester ihrer Einschätzung nach auch deutliche Schwächen bei dem E-Bike von Kalkhoff fest. So sei die Federgabel eindeutig zu schwach ausgelegt.

Negativ wurde auch das Fehlen eines Naben-Dynamos, eines Schlosses und eines Not-Aus-Schalters für die Bremse bewertet. Der hohe Verschleiß der Kette und der Schaltung erfolge systembedingt aus dem Mittelmotorkonzept.

Zudem dürfe zwei Sekunden nach dem Einschalten des Antriebs kein Pedal mit Gewicht beaufschlagt werden. Die fehlende Anzeige der Restreichweite in Abhängigkeit des gewählten Programmes wurde von den Testern auch kritisiert. Ebenso wie die Bestückung der Schläuche mit normalen Fahrradventilen anstatt Autoventilen.

Schlussendlich seien laut Ansicht der Experten falsche Informationen in der Bedienungsanleitung, welche den Käufer nicht oder nur unzureichend auf die Nutzung des Elektrorades in Hinsicht auf Radwege oder Helmpflicht hinweisen.

Im Fazit stellen die Tester des ADAC fest, dass das S-Pedelec von Kalkhoff eine passable Reichweite von 50 Kilometern aufweist. Leider sei die Ausleuchtung der Fahrbahn bei Nacht durch den Frontscheinwerfer nicht so gut. Die Hauptkritik manifestiert sich aber in der Federgabel. Diese sei instabil beim Bremsen und nicht stabil genug ausgeführt. Hinzu kämen dann noch hoher Verschleiß und starke Vibrationen.

So kommt das Kalkhoff Pedelec nur auf eine Gesamtnote von “Ausreichend”, wobei das Fahren mit “Gut” als bestes Prüfkriterium gewertet wurde und die Haltbarkeit und Sicherheit mit “Ausreichend” am schlechtesten.

ADAC-Fazit im Wortlaut: Sportliches Pedelec mit günstigem Schwerpunkt

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel? Jetzt bewerten: